Neue Lebensformen an Stränden…

könnten bald von Urlaubern entdeckt werden. Wie soll das gehen? Allein durch Windenergie sollen die aus elektrischen Leitungen bestehenden Strandmonster in Bewegung geraten… aber sehen Sie selbst den Schöpfer dieser bald allein lebenden Urtiere:

Ob jedoch das technische Können eines Künstlers ausreichen wird, die biologische Evolution voranzutreiben, könnte ein paar Gedanken der Sommerferien ausfüllen… gute Unterhaltung!

Veröffentlicht unter Gesellschaft, Kultur, Philosophie | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Mit gesundem Menschenverstand wider dem pädagogischen Mainstream

Kinder heute richtig erziehen ist kein Kinderspiel. Das wissen Eltern und Lehrer nur zu gut. Wieviel Autorität und starke Führung Kinder in welchem Entwicklungsabschnitt brauchen… darüber gibt es keine eindeutige Lehrmeinung. Klare Vorstellungen etwa bei Thema „Nein-Sagen“ und Grenzen aufzeigen, hat dagegen die Berliner Soziologin und Pädagogin Eva Koch-Klenske. In einem Interview das kürzlich in der Tagespost veröffentlich wurde, erklärt sie, warum sich Eltern heute so schwer tun, ihren Kindern auch mal Strenge  oder explizit ein „No go“ zu zeigen. Ganz gegen den heutigen pädagogischen Mainstream plädiert sie dafür, Kinder klare Wertmaßstäbe durch eindeutige Ansagen wie „ja“ und „nein“ zu vermitteln. Darüber hinaus sei es vernünftig, die jungen Sprösslinge nicht ständig zu unterhalten, sondern ihnen auch das Alleinsein zuzumuten, eine Erfahrung, die sie eventuell im späteren Leben zwangsläufig machen werden.
Ein lesenswertes Interview mit wertvollen Ratschlägen.

pdf Interview Koch-Klenske

Veröffentlicht unter Artikel, Erziehung, Familie, Gesellschaft, Lebensfragen | Verschlagwortet mit , , , , | Kommentar hinterlassen

Hüter der Wahrheit …

Quelle: Universität Zürich

… über Ehe und Familie. Das ist eigentlich die Aufgabe des Bundesverfassungsgerichtes (BVG). Aber wie lange noch? Mit der kürzlich vom Deutschen Bundestag im Eilgang verabschiedeten „Ehe für alle“ könnte dem BVG im Nachhinein eine wichtige Aufgabe zufallen. Winfried Henze, Journalist und Pfarrer hat in einem fundierten Beitrag in der Tagespost die möglichen Folgen dieser Entscheidung für die Gesellschaft und den Staat auf den Punkt gebracht.
Was eine Ehe oder auch die Familie ist, darüber zu urteilen fehlt dem Staat die Kompetenz. „Die Ehe als eine unentbehrliche, jeglicher Gesetzgebung vorausgehende Grundstruktur des menschlichen Miteinanders wird also vom Staat vorgefunden, nicht konzipiert oder geschaffen“, so Henze. Deshalb habe es sich der Staat in seiner Verfassung gerade zur Aufgabe gemacht, „Ehe und Familie zu fördern und zu schützen. Er habe nicht das Recht, zu bestimmen oder zu verändern, was sie ihrem Wenn nach sind.“
Der sehr lesenswerte und bedenkenswerte Beitrag möge vielen Interessierten Klarheit in ihrer Urteilsbildung zu diesem Thema vermitteln.

pdf Artikel Rechtspositivismus

Veröffentlicht unter Artikel, Gender, Gesellschaft, Kultur, Lebensfragen, Menschenrechte | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Die Ursachen von Alzheimer bekämpfen

Dies haben sich Forscher um Professor Dieter Willbold aus Jülich vorgenommen. Es gelang ihnen einen Wirkstoff zu entwickeln, der möglicherweise den Fortschritt von Alzheimer verlangsamen oder sogar aufhalten könnte.
Ursache für den Gedächtnisverlust und zunehmende Desorientierung der betroffenen Patienten ist ein Stoffwechselfehler im Gehirn. Beta-Amyloid ist das Fragment eines Proteins, das aus einem größeren Protein mit dem Namen APP (Amyloid-Vorläufer-Protein) herausgeschnitten wird. Im gesunden Gehirn werden diese Fragmente zersetzt und lagern sich nicht ab. Verketten sich jedoch viele Teilproteine zu größeren Aggregaten, können sie die Nervenbahnen beschädigen, wie die folgende Graphik verdeutlicht:

Der Meilenstein der Alzheimerforschung der Jülicher Strukturchemiker besteht darin, dass sie mit hochauflösenden Methoden Einblicke in die Art und Weise gewonnen haben, wie die Struktur des Moleküls das Verklumpen beeinflusst. Je früher die für das Gehirn schädlichen Ablagerungen erkannt werden, desto eher könnten therapeutische Maßnahmen erfolgen. Die Forscher in Jülich arbeiten deshalb intensiv an einer Messmethode, die verklumpte Amyloid-Proteine im Blut quantifizieren kann.
Der therapeutische Wirkstoff, der in den Labors entwickelt wird, noch „D3-Derivat“ genannt, konnte im Tierversuch den Fortschritt der Krankheit verlangsamen oder sogar aufhalten. Bei anderen Versuchen, so Willbold, konnte das Medikament die kognitiven Fähigkeiten der Tiere wieder verbessern. Erste klinische Tests am Menschen soll es bald geben, das „Ja“ der Zulassungsbehörde wird  derzeit erwartet. Mit einer möglichen Markteinführung kann aber frühestens in sieben Jahren gerechnet werden.
Was eine früh einsetzende Krankheit für familiäre und soziale Probleme mit sich führt, ist auf beeindruckende Weise im Film Still Alice dargestellt.

Veröffentlicht unter Artikel, Gesellschaft, Medizin, Neurowissenschaften | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen

The-Next-Topmodel-Format

Heidi Klums Sendung „GNTM“ – oder Germany’s Next Top Model erzielt seit 2006 hohe Einschaltquoten vor allem von jungen Mädchen. Viele träumen einmal beim Casting dabei sein zu können… aber nicht nur dies: der Einfluss dieser Serie geht weit über das „haste gesehen“ hinaus. Der unausweichliche Vergleich der angehenden Models mit dem von vielen Mädchen als Traumfigur wahrgenommenen Körper Heidi Klums kann zu massiven Essstörungen führen.
Dies belegt eine aktuelle Studie, die gemeinsam vom Verein ANAD, der von Essstörungen Betroffene in therapeutischen Wohngruppen betreut, und dem Zentralinstitut für Jugend- und Bildungsfernsehen, IZI, durchgeführt wurde.
Die Studie möchte nicht nur über den Forschungsstand zum Thema Essstörungen und Medien informieren. Vor allem kommen Betroffene zu Wort, die gerade unter dem Einfluss von  GNTM mit ihrem Körper unzufrieden wurden. Die Forschungsarbeit wendet sich auch an Fernsehverantwortliche, um ihnen einen Einblick in die Entstehung von Schönheitsidealen bei jungen Frauen zu geben.
Der Inhalt der Studie ist für alle Lehrer und Mitarbeiter von Jugendverbänden interessant, weil er hilft, erste Anzeichen von Essstörungen wahrzunehmen und daraufhin mit den Betroffenen ins Gespräch zu kommen.
Das Buch kann entweder kostenlos runtergeladen werden oder aber für einen geringen Preis bestellt werden.

pdf Buch runterladen

Veröffentlicht unter Bücher, Gesellschaft, Kultur, Sachbücher | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Der mühsame Aufbau einer christlichen Gegenkultur

Was müssten Christen an ihrem derzeitigen Lebensstil ändern, damit auch die nachfolgenden Generationen noch eine vom christlichen Geist geprägte Gesellschaft vorfinden? Ist es dafür gar schon zu spät? Leben wir nicht bereits in einer säkularisierten post-christlichen Kultur?Das Buch des amerikanischen Publizisten Rod Dreher ist in den letzten Monaten intensiv in den Medien besprochen worden, die Times sieht in der „Benedict Option“ das wichtigste religiöse Buch dieser Dekade.
Er plädiert kurz gesagt dafür, dass sich die Christen auf das Ideal einer benediktinischen Lebensweise rückbesinnen sollten: Gebet, Askese und ein soziales Umfeld, das das Leben einer Familie oder einer Gemeinschaft auf Gott ausgerichtet hält. Dies nicht, um nur selber wie auf einer einsamen Insel zu überleben. Vielmehr gilt es die eigenen Ressourcen zu stärken, um damit wieder eine christliche Gesellschaft von innen her aufzubauen. Vorbild ist ihm das Volk Israel, das nach Babylon verschleppt wurde und sich nicht an die heidnische Umgebung angepasst hatte, sondern den Glauben bewahren konnte.

Die Gründe für die Glaubensferne so vieler Menschen heute reichen weit in die Vergangenheit. Dreher beschreibt wie das durch den Schöpfungsgedanken geprägte mittelalterliche Weltbild langsam ins Wanken geriet und den Menschen immer mehr von Gott entfernt hat. In Anlehnung an Charles Taylor identifiziert Dreher drei Säulen des metaphysischen Realismus, der das Weltbild des mittelalterlichen Menschen stützte:

  • Die Welt und alles in ihr ist Teil einer harmonischen Ordnung, die von Gott geschaffen und in allem auf ihn hin ausgerichtet ist
  • Die Gesellschaft hat ihr Fundament in einer höheren Ordnung
  • Die Welt ist mit einer geistigen Kraft durchdrungen

Der moderne Mensch habe die Beziehung zu Gott, zur Schöpfung und zum Nächsten verloren oder ist darin gestört. Die Entfremdung von der Natur und die Fragmentierung des Daseins charakterisierten das Lebensgefühl des heutigen Menschen. Soweit das ernüchternde Ergebnis der Suche nach den Ursachen der heutigen Glaubenskrise, die immer auch eine Gotteskrise darstellt.

Das monastische Leben nach den Regeln des heiligen Benedikt hat der Autor mit seinem Aufenthalt im Ursprungskloster in Nursia bewusst selber kennen gelernt. Er beschreibt sehr ausführlich was er dort von den Mönchen gelernt hat. Die enge Verquickung von intensiven Gebets- und Arbeitsleben verbunden mit dem täglichen Studium der heiligen Schrift ist nicht nur für Ordensleute und ihren spirituellen Weg eine Notwendigkeit. Die Stabilität des Wohnortes – Benediktiner bleiben gewöhnlich in dem Kloster, in dem sie eingetreten sind – erleichtert das „Wurzelschlagen“.
Dies steht im krassen Gegensatz zur postmodernen Lebensweise einer geographischen, beruflichen und auch oft sozialen Ungebundenheit. Wiederholt benutzt er dafür den Begriff der „Liquid modernity“ – fließenden Moderne, der an den in der Begrifflichkeit der Gender-Ideologie angelehnten Ausdruck „fließende Identität“ erinnert. Damit gemeint ist ein Ideal, das in der maximalen individuellen Lebensfreude das einzige Lebensziel sieht.

Die Sorge, die Dreher umtreibt, die er durch sein Buch vielen Menschen weiter geben möchte: wenn die heutigen Generationen, die noch Kontakt zum Christlichen haben, aussterben, bzw. den Keim des christlichen Glauben nicht weiter geben, dann werden andere geistige Strömungen diese Lehre füllen, bzw. haben ja schon damit begonnen, sei es im Materialismus oder Hedonismus. Deshalb ist eine Forderung, die Dreher aus seinen Überlegungen zieht, so viel wie möglich in die Erziehung und Bildung von Kindern und jungen Erwachsenen zu investieren. Seien es christliche Schulen oder Universitäten. Doch müssen diese vor allem das Glaubensleben der Schüler und Studenten fördern in Zusammenarbeit mit den Gemeinden an den Orten, wo sie einmal sind. In den USA ist ja im Gegensatz zu Deutschand das Homeschooling nicht verboten. Hierin sieht Dreher eine gute Alternative zu schlechten konfessionell orientieren Schulen, sofern Eltern sich zusammenschließen und keine Mühe scheuen, die das Unterrichten im eigenen Zuhause kosten – erste Voraussetzung hierfür sei, dass es Eltern gibt, also Vater und Mutter, die es sich leisten können, dass einer der beiden Partner zuhause bei den Kindern bleiben kann.

Später sollte es Eltern nicht egal sein, wenn ihre Kinder mal an einer guten Hochschule zum Studium akzeptiert wurden, wie sie diese prägenden Jahre verbringen, d.h. wo und wie sie leben. Es gibt auch studentische Lebensformen in collegeartigen Häusern, die die christliche Lebenspraxis fördern und durch das von guten Gewohnheiten geprägte Gemeinschaftsleben in ihrer Persönlichkeit wachsen.

Hier steht nicht primär zur Debatte, ob die „Benedict Option“ auch für das alte Europa als Lebensideal verwirklicht werden könnte. Noch grundsätzlicher sei gefragt, in wieweit das Ideal der monastischen Lebensweise auf das bewegte Leben vieler beruflich eingespannter christlicher Laien angepasst werden kann. Die Essenz des christlichen Lebens, die persönliche Begegnung mit Gott in den Sakramenten und in der heiligen Schrift, kann das Leben einer Familie, Hausgemeinschaft, Schule oder auch Universität, ja sogar auch eines Wirtschaftsunternehmens prägen. Dazu bedarf es aber einer gut gebildeten christlichen „Elite“: Menschen, die bereit sind, etwas für ihren Glauben und die Werte, zu denen sie stehen, zu opfern. Viele Christen spüren bereits in ihrem beruflichen Umfeld – sei es beispielswese im medizinischen Sektor oder im Schulwesen – dass das Festhalten am unbedingten Wert des Lebens oder der sogenannten „Kernfamilie“ Gründe sind, um ausgegrenzt zu werden.
Ob es schließlich zum Aufblühen einer „christlichen Gegenkultur“ kommen wird, wird von der Großzügigkeit und Glaubenstreue der jetzigen Generation von bekennenden Christen abhängen. Dreher’s Buch ist deshalb lesenswert und gibt viele Anregungen, im eigenen Umfeld kreative Wege zu gehen…

Veröffentlicht unter Bücher, Familie, Gender, Gesellschaft, Glaubensfragen, Kultur, Lebensfragen, Sachbücher, Theologie | Verschlagwortet mit , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Gemeinsam unterwegs zum Himmel

So könnte man den Weg einer Ehe beschreiben. Christlich gelebt, ist sie in der Tat ein Weg um gemeinsam heilig zu werden. Aber wer traut sich das heute noch, wo sie viele Ehen nur kurze Zeit halten? Das Leben in Gemeinschaft von Ehe und Familie ist gewiss nicht immer der „Himmel auf Erden“. Dieser Lebensweg will gut vorbereitet und vor allem später begleitet sein. Hierzu bietet die Kirche jetzt eine Hochzeits-App an:

Sie richtet sich an Paare, die bald heiraten möchten. Nach der Installation der App erhalten die Paare jede Woche einen Impuls per Push-Benachrichtigung − inhaltlich immer abgestimmt auf den Hochzeitstermin.
Die apostolische Exhortation Amoris Laetitia von Papst Franziskus ist weiterhin aktuell und kann ebenfalls jungen Menschen eine Quelle der Inspiration und Orientierung im Hinblick auf Ehe und Familie sein.

Veröffentlicht unter Apps, Ehe, Familie, Glaubensfragen, Lebensfragen, Websites | Verschlagwortet mit , , , | Kommentar hinterlassen