Plädoyer für das Papier-Buch

Quelle: Bayerischer Rundfunk

Der Erfolg der gerade laufenden Leipziger Buchmesse zeigt: Lesen bereitet den Menschen Freude. Vor allem mit dem althergebrachten gedruckten Buch. Obwohl bald alle über digitale Medien wie Tablet oder Smartphone verfügen, liest sich ein Text, den man blättern kann einfacher, als durch Wischen auf einer Glasoberfläche. Warum ist das so?
Mit dem rasanten Fortschritt in der Entwicklung von digitalen Lesegeräten hat sich verständlicherweise auch das Leseverhalten der Menschen verändert. Hierzu gibt es mittlerweile auch wissenschaftliche Studien wie etwa die Initiative E-Read. Der Zusammenschluss von mehr als 150 Wissenschaftlern begleitet seit 2014 interdisziplinär die Entwicklung des Lesens im digitalen Zeitalter. Fridtjof Küchemann fasst in einem FAZ-Artikel einige richtungweisenden Ergebnisse dieser internationalen Untersuchungen zusammen: „Längere Texte lesen sich auf dem Smartphone schwieriger, das vertiefte Lesen, das Erinnern des Gelesenen, der persönliche Zugang und die emotionale Beteiligung, fielen schwerer.“
Dies ist nur eine kleine Kostprobe des lesenswerten Artikels, den ich gerne für die digital lesenden Follower zur Verfügung stelle. Da offensichtlich das Papier immer noch den Bildschirm an Attraktivität schlägt, kann man die Datei natürlich auch ausdrucken und auf herkömmliche Art und Weise lesen – sicherlich bleibt dann mehr vom interessanten Inhalt hängen…

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Unkonventionelle medizinische Hilfe für Migranten

Menschen ohne eine Krankenversicherung können bei den Maltesern schon seit 2001 kostenlose Erstversorgung erhalten.

Unlängst wurde in Duisburg die 18. MMM-Praxis eröffnet, wie Michael Gregory in der Tagespost berichtete. Die Zuwanderer werden anonym von meist ehrenamtlich arbeitenden Ärzten behandelt. Die Standorte erstrecken sich über die ganze Bundesrepublik. Eine lobenswerte Form praktisch gelebter Nächstenliebe und Solidarität!

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Beten ist ein Instinkt wie Gehen und Schlafen …

u1_978-3-10-403091-3… d.h. es gehört zum Menschsein dazu. Gemäß der christlichen Anthropologie ist nur der Mensch gottfähig, kann nur er seine Seele im Gebet zu Gott erheben. Tiere beten nicht. Aber der Mensch, der seiner Religionsfreiheit beraubt ist, ja dafür in Ketten liegt, kann immer noch beten. Viele verfolgte Christen tun dies auch heute.
Das Buch von Liao Yiwu gibt beredtes Zeugnis für die vielen in China verfolgten Christen, die so tapfer und unerschütterlich an ihrem Glauben festgehalten haben, evangelische wie katholische. Yiwu hat selber für seine Überzeugungen im Gefängnis gesessen und lebt nun als Schriftsteller im Exil in Berlin. Durch seine Publikationen verleiht er seitdem Menschen am Rande der Gesellschaft eine Stimme.
Der Autor hat die zwanzig beeindruckenden Lebensgeschichten in den entlegensten Gebieten Chinas zusammengetragen. Die Interviews führen den Leser teils in die Mitte des letzten Jahrhunderts, teils in den Gegenwart, etwa der Besuch bei dem Haus-Christen Yuan Fusheng. Durch seine hohe Erzählkunst erschließt Yiwu dem Leser christliche Lebenszeugnisse, die nicht unbeteiligt lassen.
Wer sich für die Geschichte der Christen in China weiter interessiert, mag auf den Film von Yuan Zhiming verwiesen sein, den Yiwu selber in seinem Buch erwähnt (S. 276).

 

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Tipps zur Fastenzeit

Quelle: motherbook.de

Quelle: motherbook.de

Mit dem Aschermittwoch hat die Fastenzeit begonnen. Papst Franziskus weist uns in seiner Botschaft zur Fastenzeit darauf hin, „dass die österliche Bußzeit die günstige Zeit ist, um sich zu erneuern in der Begegnung mit Christus, der in seinem Wort, in den Sakramenten und im Nächsten lebendig ist.“ Dieser Weg der Erneuerung kann vielfältig gegangen werden. Einige ganz konkrete Pfade schlägt der heilige Vater selbst vor. Bei Facebook sind sie nur auf spanisch verfügbar, ich kann sie hier in einer Übersetzung von Br. Leonhard weitergeben:

  1. LACHE. DENN EIN CHRIST IST IMMER FRÖHLICH.
  2. SAGE DANKE (AUCH WENN ES NICHT NOTWENDIG IST).
  3. ERINNERE DIE ANDEREN DARAN, WIE SEHR DU SIE LIEBST.
  4. GRÜßE DIE MENSCHEN MIT FREUDE, DENEN DU TÄGLICH BEGEGNEST.
  5. HÖRE DIR DIE GESCHICHTE DEINES NÄCHSTEN AN, OHNE VORURTEILE, MIT LIEBE.
  6. ANHALTEN, UM ZU HELFEN. SEI AUFMERKSAM, WER DICH BRAUCHT.
  7. MACHEN, DASS DER ANDERE EINE BESSERE LAUNE HAT.
  8. DIE FÄHIGKEITEN UND ERFOLGE ANDERER FEIERN.
  9. ETWAS AUSWÄHLEN, DAS DU NICHT BENÜTZT, UND SCHENKE ES DEM, DER ES BRAUCHT.
  10. HELFEN, WENN ES NOTWENDIG IST, DAMIT EIN ANDERER SICH AUSRUHEN KANN.
  11. VERBESSERE LIEBEVOLL UND SCHWEIGE NICHT AUS FURCHT.
  12. ZEIGE LIEBEVOLLE KLEINIGKEITEN DENEN, DIE DIR NAHE SIND.
  13. PUTZEN, WAS ICH IM HAUS BENÜTZE.
  14. ANDEREN DABEI HELFEN, HINDERNISSE ZU ÜBERWINDEN.
  15. RUFE DEINE ELTERN AN.

Botschaft Fastenzeit pdf

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Wohlstand durch Kapitalismus und Marktwirtschaft

bildschirmfoto-2017-02-20-um-10-49-46Der Schweizer Philosoph, Priester und Hochschullehrer, Prof. Dr. Martin Rhonheimer ist in vielen Themenbereichen zuhause: Ethik und Naturrecht, Evolution und Schöpfungsglaube… aber vor allem die politische Philosophie und Wirtschaftsethik sind seine Hauptforschungsgebiete.
In einem jüngst in der FAZ erschienen Interview nimmt Rhonheimer zur Haltung der Kirche im Hinblick auf die Armen Stellung.
U.a. ist er der Ansicht, die Kirche solle keine eigene Soziallehre aufstellen, weil jeder einzelne Christ eine soziale Verantwortung trage, und dazu sollten Papst und Bischöfe die Gläubigen immer wieder aufrufen. Ein lesenswertes Interview, das ich gerne hier zur Verfügung stelle.

FAZ-Interview mit Prof. Rhonheimer

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Keine Kompromisse im Einsatz für das Leben

mary-wagnerWer mit diesem Grundsatz ernst macht, muss zu großen Opfern bereit sein! Mary Wagner, kanadische Lebensschützerin, tut dies seit mehr als 16 Jahren. Sie setzt sich mutig für das ungeborene Leben ein und wurde deshalb schon zehnmal ins Gefängnis geworfen. Insgesamt viereinhalb Jahre hat sie dort verbraucht und kam immer wieder frei. Warum tut sie das? Tobias Klein hat die Pro-Life-Aktivistin unlängst in der Tagespost portraitiert.
Die gläubige Katholikin entstammt einer kinderreichen Familie und erlebte als Jugendliche den heiligen Johannes Paul II. beim Weltjugendtag in Denver. Hier rief der Papst die jungen Menschen dazu auf, sich furchtlos für den Glauben einzusetzen. Mary Wagner fühlt seitdem von Gott für eine Aufgabe in der Pro-Life-Bewegung berufen.

Für die kanadische Gesellschaft stellt Wagners unerschrockener Kampf für jedes ungeborene Leben eine indirekte Ohrfeige dar. Das kanadische Recht kennt so gut wie keine Abtreibungsregelungen und lässt Menschen erst als Geborene vor dem Gesetz gelten. Während ihr Heimatland sie wie eine Ausgestoßene behandelt, wird Mary Wagner etwa in Polen oder Indien große Anerkennung gezollt. Dort wird sie als „katholische Heldin“ verehrt, so Klein in seinem Artikel. Darin zitiert er auch das Zeugnis einer Ordensfrau, die bei einer der letzten Verhaftungen dabei war:

„Die radikale, subversive Liebe, die Mary auslebt, ihr persönliches Opfer und die Härten, die sie auf sich nimmt, sind notwendig. Selbst hinter Gittern ist Mary freier als wir alle: Als Gefangene der Liebe und Zeugin für die Heiligkeit des Lebens, durch die Verweigerung des Gehorsams gegenüber ungerechten Gesetzen, durch ihren Einsatz für die stummen und wehrlosen ungeborenen Kinder und ihre Mütter ist Mary im tiefsten Sinne des Wortes frei.“
Respekt!

pdf Artikel Tagespost

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Existiert Gott?

11552_0Und wenn es Ihn gibt… ist er allmächtig? Wenn dem so ist, warum lässt er dann unschuldige Menschen leiden? Noch mehr derartiger Fragen quälen nicht selten gläubige und nicht gläubige Menschen. Die Theodizee-Frage wird gerade in unserer Zeit immer häufiger gestellt.
Rafael Hintermann geht in seinem 5. Band der Serie „Philosophie des gesunden Menschenverstandes“ dieser Frage nach. Dabei stellt er die wichtigsten Antworten namhafter Philosophen vor. Allen voran die fünf Wege des  heiligen Thomas von Aquin, deren Diskussion und ausführliche Darlegung unterschiedlicher Gegenargumente gut die Hälfte des Buches ausmachen. Während gerade im angelsächsischen Sprachraum sich ein neuer Atheismus breit macht, möchte der Autor mit der Behandlung vor allem der „klassischen Argumente“ für die Existenz Gottes, philosophisch interessierten Lesern Hilfestellungen in der Auseinandersetzung mit dem Thema an die Hand geben.
Aus der Existenz Gottes ergeben sich weitere Fragen, etwa nach den Eigenschaften Gottes: Seine Allmacht, Allwissenheit, Güte usw. Hier erörtert der Autor interessante Gedanken zum Problem der menschlichen Freiheit im Hinblick auf das Böse in der Welt.
Wie die vorhergehenden Bände eignet sich auch dieser Band für das private Studium in der Auseinandersetzung um die Gottesfrage. Gespannt darf man auf den nächsten Band sein, den Hüntelmann zwischen den Zeilen angekündigt hat, der über Ethik handeln wird.

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