Du bist ein Wunder

Gott überlässt den Menschen nicht seinem Schicksal. Nein – jeder Mensch ist ganz persönlich angesprochen, bejaht, geliebt… Jeder Mensch erhält von Gott genau die Gaben, die er braucht, um den besonderen Plan, den Gott mit nur ihm vorhat, zu verwirklichen.
Davon ist Jana Highholder überzeugt! Sie hatte als Kind Krebs und ist heute dankbar für diese Prüfung,  bei der ihr Gott so nahe war und sie sich von ihm getragen wusste. Mittlerweile studiert Jana Medizin und hat es sich zur Aufgabe gemacht, als Poetry-Slammerin und YouTuberin ihre christlichen Überzeugungen vor allem jungen Menschen weiter zu geben.

Eine Auswahl ihrer Texte ist unlängst als Buch erschienen. Sie streift darin alle wesentlichen Themen menschlicher Existenz: Geschöpflichkeit, Geborgenheit, Sehnsucht und Ängste, Frausein, Lieben und Geliebwerden. Ihre in jungen Jahren erstaunlich reife und tiefe Lebenserfahrungen sind durchdrungen von einem lebendigen Glauben an Gott. Ihre Krankheit hat sie früh gelehrt, dass es im Leben nicht darauf ankommt, alles unter Kontrolle zu haben, sondern sich dem Willen Gottes anheim zu geben und darin den letzten Halt zu finden.
Die wertvollen Texte mögen dazu anregen, persönlich mit Gott ins Gespräch zu kommen!

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Freund oder Feind?

Das war in der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 nicht so klar erkennbar. Der als D-Day in die Geschichte eingegangene Tag der Landung der Alliierten in der Normandie hatte viele Facetten. Geneviève Duboscq hat diesen Tag und was darauf in den nächsten Monaten in ihrem Heimatort Sainte-Mère-Église geschah nie mehr vergessen. Sie war gerade zwölf Jahre alt und wohnte mit ihrer Familie mitten im Sumpfgebiet unweit von Sainte-Mère-Église.
Die amerikanischen Fallschirmspringer kamen um Frankreich von ihren deutschen Besatzern zu befreien. Doch zunächst sollten sie es sein, die von einer armen Familie vor dem Ertrinken gerettet wurden. Papa Maurice zieht in dieser Nacht 350 Soldaten aus dem Sumpf, und Geneviève und ihre Mutter kümmern sich rührend um die Verwundeten und begleiten sterbende Soldaten. Es war nicht bloße Menschenfreundlichkeit, was Mutter und Tochter zu ihrem bis an physiche und psychischen Grenzen gehenden Einsatz motivierte. Ein tiefer Glaube an die Liebe Gottes zu allen Menschen gab ihnen die Kraft und den Mut, sich für ihre Freunde und Feinde gleichermaßen zu verausgaben. Wie sie selber berichtet, war „das Übernatürliche ein Teil unseres Lebens: Gott, die Heilige Jungfrau, Jesus und die Heiligen waren bei uns so nah und vertraut wie die Menschen aus Fleisch und Blut, die mit uns lebten“ (S. 149).

Geneviève hat ihre Erinnerungen 1978 veröffentlicht, um ein Zeichen der Völkerverständigung zu setzen. Nach ihrem Tod 2018 erst wurde das Buch ins Deutsche übersetzt und von ihrer Tochter Stéphania mit folgender Widmung bedacht:
„Ich wünsche sehr, dass dieser Bericht jeden Leser ein wenig empfänglicher macht gegenüber denjenigen, die Not und Leid erfahren, die in ihren Ländern Krieg erleben müssen oder im Elend stecken. Auf jeden Fall ist das die Botschaft, die Geneviève mir für meine deutschen Freunde aufgetragen hätte.“

Ein sehr lesenswertes Buch, spannend und ergreifend zugleich!

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Den Primat der Evangelisierung zurückgewinnen

Papst Franziskus wendet sich direkt an das „Pilgernde Volk Gottes in Deutschland“. Das hat einen Grund. Die Kirche Deutschlands ist mit ihrem sogenannten Synodalen Weg unterwegs die vielfältigen Herausforderungen zu erörtern und nach Lösungen Ausschau zu halten.
Der Heilige Vater mahnt die Hirten und alle Christen zur Wachsamkeit. Die pastorale Bekehrung und die Evangelisierung als Leitkriterium dürften nicht aus den Augen verloren werden.

pdf Papstbrief

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Widerstand und Treue zu den eigenen Überzeugungen

Nach den Lebenszeugnissen von Christen Nordeuropas ist jetzt ein weiterer Band des spanischen Priesters und Autors José Miguel Cejas (1952 – 2016) erschienen. Für die bewegenden Geschichten von Katholiken, Orthodoxen und Lutheranern aus dem Baltikum und Russlands war der Autor drei Jahre lang im Osten Europas unterwegs.
Bei seinen Reisen durch Estland, Lettland und Litauen trifft er Musiker, Maler, Filmregisseure, Ärzte oder auch Rocksänger. Alle eint ein unerschütterlicher Glaube und die Treue zu den oft auf Umwegen gefundenen Überzeugungen.

Hier zeigt sich Osteuropa von einer oft nicht erahnten Seite: voller Lebenskraft und Glaubensfreude die im westlichen Teil Europas immer mehr schwindet. Mutmachende Zeugnisse!

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Klare Orientierung zur „Gender-Frage“

hat unlängst die Bildungskongreation des Heiligen Stuhles gegeben. Das Dokument trägt der großen Verunsicherung Rechnung, die durch die Gender-Ideologie im Bereich der affektiven Bildung herrscht. Auf der immer noch gültigen Basis eines christlichen Menschenbildes, das die Sexualität als wesensmäßige Anlage der Person ansieht, möchte diese 30 seitige Handreichung Eltern, Erziehern, Schulleitern etc. Rückhalt und Ermutigung geben.
Das Dokument ist bisher noch nicht ins Deutsche übersetzt worden, auch muss man im Internet gezielt danach suchen. Dass ein solches Schreiben, das weder Simone de Beauvoir oder Judith Butler zitiert, nicht ungescholten von den Medien präsentiert wird, versteht sich. Um so wichtiger ist es, das Schreiben zu kennen und bekannt zu machen.

pdf Dokument_Englisch                          pdf Dokument_Spanisch

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In der Höhle des Löwen

Am 20. Juli vor 75 Jahren wurde auf Hitler ein Attentat verübt, das bekanntermaßen mißlang. Nicht nur Graf von Stauffenberg, sondern eine Reihe weiterer Widerstandskämpfer des Kreisauer Kreises bezahlten dies mit ihrem Leben. Einer der weniger Überlebenden dieses Kreises war Paulus van Husen. Erst vor knapp 10 Jahren wurden seine Memoiren von seinem Großneffen Manfred Lütz wiederentdeckt und der „Kommission für Zeitgeschichte“ in Bonn zur Veröffentlichung übergeben. Die 2010 herausgegebene kommentierte Version schien Lütz nicht zu überzeugen, woraufhin er eine Auswahl aus den rund 1000 Seiten der Lebenserinnerungen in einem weiteren Buch zusammen gestellt hat, die jetzt zum Jahrestag des Hitlerattentats publiziert wurden.

Wer war Paulus van Husen? Im heutigen Gelsenkirchen geboren, studierte er in Oxford, Genf, München und schließlich in Münster Jura. Er diente als Husar im ersten Weltkrieg und setzte danach seine Ausbildung als Rechtsreferendar fort. Eine erste Stelle nimmt er als Generalbevollmächtigter des Prinzen Hohenlohe ein, setzt sich als Mitglied der „gemischten Kommission“ für die Oberschlesier ein, schließlich gerät er ohne sein besonderes Zutun in die „Höhle des Löwen“. Dass die Machenschaften des Führers in keiner Weise mit seinen christlichen und sozialen Grundprinzipien übereinstimmten, war van Husen schnell bewusst. Seit 1941 gehörte er der Widerstandsgruppe des Kreisauer Kreises an, die das Atentat auf Hitler plante und schon konkrete Pläne für eine politische Neuordnung Deutschlands danach vorbereitete.
Van Husen charakterisiert sehr anschaulich alle wichtigen Nazigrößen, denen er persönlich begegnet ist. Manches Unheil konnte van Husen von seiner Stellung aus verhindern, jedoch wurde auch er verhaftet und teilte das Schicksal der anderen Mitglieder der Kreisauer Kreises. Beeindruckend erzählt er wie seine Schwester Ite ihn mit übermenschlichem Einsatz im Gefängnis versorgt hat und wie er den geistlichen Beistand durch einen Pater dankbar erfahren durfte. Wie durch ein Wunder ist van Husen dem Galgen entkommen und wurde nach dem Krieg einer der Gründer der CDU und später erster Präsident des Verfassungsgerichts für Nordrhein-Westfalen. Van Husen verschweigt nicht, dass ihm nicht alle Wege der politischen Neuordnung unter Adenauer befriedigt haben, doch scheint er am Ende seines Lebens mit sich im Reinen und hinterlässt der Nachwelt ein beeindruckendes Lebenszeugnis.
Die 50 Jahre Zeitgeschichte aus der Perspektive eines engagierten Katholiken sind humorvoll geschrieben und mehr als spannend zu lesen. Sie vermitteln einen Impetus den eigenen Überzeugungen und der Verpflichtung zur Wahrheit stets treu zu sein, auch wenn dies mit persönlichen Opfern verbunden ist.

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Der Geist weht wo er will…

Es ist eine Tradition der katholischen Kirche sich mit einer Novene auf das Pfingstfest vorzubereiten.
Eine Andacht besonderer Tiefe ist jüngst von Pater Alfred Delp vom Ehepaar Moos herausgegeben und einem breiten Publikum zugänglich gemacht worden.
Delp, der sich aktiv während des Zweiten Weltkriegs im Widerstand gegen Hitler engagiert hatte, wurde am 2. Februar 1945 deswegen umgebracht. Die Novene zum heiligen Geist, geschrieben mit gefesselten Händen, kann als sein geistliches Testament angesehen werden.
Seine Gedanken können auch heute helfen, im Ringen um die großen Anliegen der Kirche und der Welt bei Gott Zuflucht und Trost zu suchen.

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