Wo Menschen leben und gedeihen…

Das Leben der Eskimos in der Arktis war in den fünfziger Jahren alles andere als einfach. Die lebensfeindlichen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt, das halbe Jahr über in völliger Dunkelheit und nur Tierhäute als Kleidung… und dennoch bauen sie ihre Kultur seit Generationen.
Jack Sperry (1924 – 2012) war schon von Kindheit an vom Leben der Inuit, der Ureinwohner der Polarregion fasziniert. In Mittelengland aufgewachsen wuchs in ihm eine missionarische Berufung heran, die ihn schließlich nach Coppermine, einem kleinen Ort mitten im gefrorenen Eis führte. Gemeinsam mit seiner Frau Betty begann er dort sein segensreiches Wirken unter den Inuit, lernte ihre Sprache und war für die Familien ihr Zahnarzt, Geschichtenerzähler, Missionar und vieles mehr.

Nicola Vollkommer erzählt die faszinierende Lebensgeschichte ihres Onkels. Fast 20 Jahre lang fuhr der Minihitak, wie ihn die Eskimos liebevoll nannten, im ewigen Eis mit Schlitten und Hunden von einer Ortschaft zur nächsten, um regelmäßig alle Siedlungen zu besuchen. Anschließend wirkte er fünfzehn Jahre lang als anglikanischer Bischof in der östlichen Arktisregion.

Das Buch liest sich wie ein spannender Roman, der den Leser mit der atemberaubenden Schönheit der arktischen Schneelandschaft in Berührung bringt. Aber auch mit Lebensgewohnheiten, die für Menschen aus den gemäßigten Breitengraden kaum zu ertragen wären. Das Leben im ewigen Eis Mitte des letzten Jahrhunderts entbehrte jeglicher Intimität, gab es doch in einem Iglu nur einen großen Raum… und doch herrschte dort eine Lebensfreude und ein Familienzusammenhalt, der Sperry und seine Familie für immer geprägt hat und mit den Inuit verbunden sein ließen.

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Deutsches Lesefest

Heute ist es soweit: 23. April ist der Welttag des Buches! Ein großer Tag vor allem für die Schulen. Das Buch erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit, digital oder in Papierform.

Sicherlich ein guter Anlass, mal wieder zu einer bereichernden Lektüre zu greifen!

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Bioethik – online Akademie für junge Menschen

Der rasante technische Fortschritt in der Medizin ist für den Menschen nicht immer ein Segen. Gerade die sensiblen Phasen am Beginn und Ende des Lebens sind Ausgangspunkte kontroverser Diskussionen. Wer sich künftig in Politik und Gesellschaft engagieren möchte, braucht solides Wissen für seine Urteilsbildung.

In Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung organisiert die CDL ein 9-wöchiges Online-Seminar zur Bioethik. Es richtet sich an junge Menschen bis 35. Vermittelt werden im ersten Modul zunächst philosophische Grundlagen und später in den beiden weiteren Modulen spezielle Fragen zum Lebensanfang und Lebensende. Die Referenten sind hochkarätige Wissenschaftler wie Prof. Walter Schweidler, Susanne Kummer oder Prof. Stephan Sahm.

Eine tolle Initiative zur Weiterbildung und Förderung engagierter junger Menschen im deutschen Sprachraum!

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In der Schule clever aktiv

Die Abiturprüfungen werden in Deutschland wie geplant abgehalten. Doch ist in den Schulen seit Corona vieles anders. Gewiss haben sowohl SchülerInnen als auch Lehrende einen digitalen Quantensprung absolviert, doch sind auch viele S&S auf der Strecke geblieben. Gründe? Fehlende Eigenmotivation, fehlender Ansporn im häuslichen Umfeld, Lücken beim digitalen Unterricht…
Tim Nießner wendet sich mit seinem „Zeugnisretter“ gerade an die S&S, die eher zu den Schlusslichtern in der Klasse gehören. Und er traut jeder und jedem zu, es zu schaffen! Sich von einem schlechten oder mittelmäßigen SchülerIn zu einem cleveren zu entwickeln. Die Tipps, die er dafür bereithält, lassen sich leicht lesen und verstehen und werden vom Autor in drei Phasen eingeteilt.

Bevor der baldige Abiturient den Dreischritt zum Schulerfolg darlegt, möchte er seinen Mitschülern den Horizont weiten für das, was nach der Schule kommen könnte… Was sind die Träume, Sehnsüchte, Berufswünsche, die auch auch „schlechte“ S&S im Herzen tragen? Ist der Traum einmal festgemacht, d.h. ein Ziel gesteckt, gibt es genug Motivation für den Veränderungsprozess, der aus der nicht selten vorhandenen „Null-Bock-Stimmung“ heraushilft. Die erste Phase besteht darin, einige Grundlagen und vor allem das richtige „Mindset“ zu setzen: es ist nicht realistisch, von null auf hundert durchzustarten. Um die nötige Energie für das nötige Engagement in den einzelnen Fächern aufzubringen, ist vor allem Sport der wichtigste Faktor! Daneben empfiehlt Nießner regelmäßige „Bettruhe“ um irgendwie Ordnung in den Tag zu bringen und vor allem das Handy öfter beiseite zu legen. Wer nur diese Dinge beherzigt, ist schon auf dem besten Weg „durchzustarten“.

Die nächsten beiden Phasen setzen vor allem darauf, sukzessive das eigene Interessenprofil zu schärfen und diejenigen Fächern zu identifizieren, die das größte Interesse wecken und somit für die ersten Notensprünge genommen werden sollten. Nießner hat viele hilfreiche Tipps zur Hand, sowohl die mündliche Mitarbeit im Unterricht als auch die Performance bei den Prüfungen erheblich zu steigern.

Woher hat er das alles? Tim verrät dem Leser, dass er drei Jahre lang mit den besten Schülern Deutschlands korrespondiert und sie nach ihren „Geheimrezepten“ gefragt hat – und die allermeisten waren „normal“, also keine Genies – das macht Hoffnung. Nießner plädiert dafür, regelmäßig zu arbeiten, als vor Prüfungen mit ad hoc Lernattacken alles retten zu wollen.

Ein lesens- und empfehlenswertes Buch für S&S, Lehrende aber auch Eltern!

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MakeMusicNotWar

Ist Frieden auf der Welt heute noch möglich? Was im großen halten soll, muss im kleinen beginnen. Zwischen Juden und Arabern scheint trotz vielfältiger diplomatischer Bemühungen kein Frieden in Sicht. Dass derartige Bemühungen aber dennoch fruchtbar sein können, zeigt der Film Crescendo. Jugendliche aus Palästina und Israel sollen anlässlich erneuter Friedensverhandlungen in Österreich durch ihr gemeinsamens Musizieren diesen Prozess unterstützen.

„Die wunderschöne gemeinsam erarbeitete Musik setzt den Rahmen der Geschichte, als Zuschauer wird man zu einem Teil der Gruppe, die miteinander streitet, diskutiert, musiziert und lacht. Und so setzt der Film ein mutiges, wichtiges und inspirierendes Zeichen über sein eigentliches Thema hinaus: Dass Grenzen dazu da sind, überwunden zu werden. Durch Zuhören, Reden und Aufeinander zugehen –und natürlich durch die Kraft der Musik“ – aus dem Presseheft des Films.
Dieser Film eignet sich auch für den Unterricht in der Schule. Dafür wurde bereits umfangreiches Arbeitsmaterial vorbereitet.

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Als Mensch ungemein anziehend

Im Pastorat haben sich zwei neue Mitbewohner eingefunden. Sie hattten Jonas und seine Freundin Trixi nicht um Erlaubnis gebeten. Sie waren plötzlich da, Jesus und Martin (Luther). Dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht, bemerkt der Leser sofort. Doch gerade der Umstand, dass Jesus noch einmal nach 2000 Jahren auf die Erde kommt, als einer von uns, macht neugierig. Auch Martin weilt plötzlich wieder unter den Lebenden. Beide Jesus und Martin haben eine besondere Mission: Jesus kommt mit dem Auftrag ein neues Evangelium zu schreiben, während Martin sich umgehend ans Werk macht, eine neue Bibelübersetzung zu verfassen…

Jonas Goebel, der Autor dieses skurril anmutendenden WG-Tagebuchs hat sich wohl die Frage gestellt: darf man das überhaupt? Also, Jesus so ganz nah in unsere Welt, unser Leben hinein zu holen, ihn mit allen menschlichen Stärken aber auch Schwächen in unser Heute zu stellen? Jonas hat für sich die Frage mit Ja beantwortet und sein Ziel ist es, Menschen mit dem Mensch Jesus Christus in Berührung zu bringen.
Dabei nimmt er Maß an den Begebenheiten des Evangeliums und lässt Jesus in seinem Leben ähnliche Situationen durchleben. Was er dabei empfindet und wie es Jesus in unserer heutigen Gesellschaft gehen mag, davon schreibt er seinem Buch.

Es sind vor allem die menschlichen Qualitäten, die Jesus für ihn so anziehend machen. Wenn er in seiner Nähe ist, spürt er neue Kräfte in sich, er erlebt (nicht ohne ein wenig neidisch zu werden) wie Jesus etwa bei einem Seniorentreffen besser als er „ankommt“, sich ganz auf andere Menschen einstellen, nur für sie da sein kann. Jesus hat es aber auch schwer, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Er beklagt sich etwa darüber, dass er in den sozialen Netzwerken so wenige Follower hat, wo es doch auf der ganzen Welt Milliarden Christen gibt… Als sich Jesus mit einer Beitrag für eine mögliche Erneuerung der Kirche im Rahmen des synodalen Wegs einmischt, löst er eine Welle der Empörung aus… Aber vor allem zeigt er seine Gefühle: Jonas bekommt mit, wie Jesus nachts vor dem Fernseher von Mitleid überwältigt in Tränen ausbricht, weil er eine Doku über das Elend der Flüchtlinge ansieht…

Eine mitunter ulkige und keineswegs orthodoxe Annährung an den Menschen Jesus Christus (und auch Martin Luthers).

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Das Leben ist kein Spiel…

… es fragt nach Sinn. Vor etwa einem Jahr erlebte unser Land den ersten Lockdown. Mittlerweile rollt die dritte Coronawelle mit Wucht auf uns zu und wird wohl nochmals einschneidende Maßnahmen erfordern. Wenn man nicht zum ärztlichen oder pflegenden Personal der Kliniken gehört, kann man die dramatischen Verläufe schwerer Covid-19-Erkrankungen nur vom Hörensagen kennen. Ein Priester aus Madrid hat sich genau vor einem Jahr freiwillig zur Betreuung schwerstkranker Menschen in einer Klinik gemeldet. Was er erlebt und durchlebt hat, teilt er in seinem Krankenhaustagebuch

Ignacio ist katholischer Priester und Professor für Bibelwissenschaften – ein begeisterter Forscher. Den Lockdown hat er zunächst als willkommene Aufforderung zu mehr Forschungsarbeit gesehen. Doch dann hat er sich freiwillig für den pastoralen Dienst im Hospital Francisco de Asís gemeldet – nicht ohne Einverständnis seiner Mitbrüder der Wohngemeinschaft, die ihn während seiner Kliniktätigkeit versorgten.
Es waren nur knapp drei Wochen, an denen Ignacio in Schutzkleidung gehüllt von Zimmer zu Zimmer ging, um die Krankensalbung zu spenden, um mit den einsamen Menschen zu beten, um nicht wenige auf ihren nahenden Tod vorzubereiten. Er besitzt die schriftstellerische Gabe, die für die Patienten und ihn selbst existentiellen Momente anschaulich und tief bewegend festzuhalten. Diese 20 Tage seiner Zeit als Krankenhausseelsorger haben ihn verändert. Er ist sich noch mehr bewusst, als Priester die Person Jesu Christi, vor allem als Gekreuzigten, zu den leidenden Menschen zu bringen.
Manchmal hat er sich gefragt, welche Beziehung er zu den Menschen, die er betreut hat, gehabt hätte, wenn er sie auf der Straße getroffen hätte… Plötzlich wurde er zum Begleiter ihrer letzten Stunden auf Erden, entfernt von Familienangehörigen. Die Gespräche kamen schnell zum Wesentlichen, doch wie unterschiedlich Menschen mit ihrem Leid umgehen, das wird er nicht so schnell vergessen können.

„Ich durfte ein privilegierter Zeuge des Lebens und Sterbens so vieler Menschen sein, die sich mir in ihrer allerhöchsten Würde und in ihrer allzu erschreckenden Gebrechlichkeit zeigten…“.
Ein lesenswerter Bericht, der sicherlich auf viele unserer Intensivstationen ebenso zutrifft und auch als geistliche Vorbereitung für das kommende Osterfest geeignet ist.

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Ein Heiliger und der Schah

Schweizer Uhrenmanufakturen gehören heute zum Weltkulturerbe. Schon im 17. Jahrhundert gab es viele Familien, die sich dieser Kunst widmeten. Unter ihnen war ein gewisser Rudolf Stadler aus Zürich. Er war ein begnadeter Uhrmacher und stellte vor allem kleine Taschenuhren her. Seine erste Wirkstätte war Konstantinopel im Dienst des Großtürken. Doch als dieser Stadler bitten wollte, seine Kunst an einen Diener und Mohamedaner weiterzugeben, ergreift Stadler zusammen mit seinem Freund Tavernier die Flucht und zieht mit einer Karawane nach Persien. In Isphahan erwirb sich der Uhrmacher aus Franken schnell die Gunst und Freundschaft des Schahs. Dieser ehrt ihn als exzellenten Kunsthandwerker und auch als persönlichen Freund, obwohl er überzeugter Christ ist. Doch nach einigen Jahren gerät Stadler, inzwischen glücklich mit einer Christin aus Bagdad verheiratet, mit der hohen Geistlichkeit in Konflikt. Selbst der Schah muss dann den strengen Gesetzen der Mohamedaner Folge leisten.
Die Novelle über den fränkischen Urmacher wurde in Japan von einem Amerikaner in Deutsch verfasst und beruht auf wahren Begebenheiten. Neben den Gepflogenheiten türkischer und persischer Herrscher wird der Leser auch mit einem beeindruckenden Glaubenszeugnis in Berührung gebracht. Ein lesenswertes Kleinod.

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Wie die Ethik in den Roboter kommt

Dürfen Computer dem Menschen wichtige Entscheidungen abnehmen? Werden uns die Maschinen dies künftig überhaupt fragen? Wie gut ist eigentlich das Urteilsvermögen eines Algorithmus, wenn er beispielsweise im Gerichtssaal über die mögliche Rückfälligkeit von Straftätern Auskunft gibt?
Dies sind gewichtige Fragen, die wir nicht allein den Experten der theoretischen Informatik überlassen dürfen. Diese Meinung vertritt die Informatikprofessorin Katharina Zweig von der TU Kaiserslautern. Dort hat die gelernte Biochemikerin den innovativen Studiengang „Sozioinformatik“ ins Leben gerufen. Hier lernen die angehenden Data Scientists gesellschaftlich relevante Effekte von Software zu erkennen und zu modellieren.

Katharina Zweig wendet sich mit ihrem Buch an normale Bürgerinnen und Bürger, um ihnen das Rüstzeug zu vermitteln, algorithmische Entscheidungssysteme einzuordnen und mitzugestalten. Sehr anschaulich beginnt die für ihre Lehrtätigkeit ausgezeichnete Informatikerin damit, den Leser schrittweise in die Grundlagen der Informatik einzuführen: Algorithmen, Big Data, Data Mining, maschinelles Lernen, Entscheidungsbäume… und nicht zu vergessen, das Algoskop gehören nach einigen Kapiteln bereits zum Wortschatz des aufmerksamen Lesers. So eingeführt, ist es möglich, praktische Anwendungen von Algorithmen etwa bei der tagtäglich gebrauchten Routennavigation, der Anwendung von Bilderkennung in der medizinischen Diagnostik oder aber militärisch relevante Fragen zum Einsatz von bewaffneten Drohnen nachzuvollziehen.
Viele Menschen werden über ihren Computerbildschirm unentwegt mit spezifisch auf sie persönlich zugeschnittenen Angeboten versorgt… aber woher „weiß“ der Computer das eigentlich?

Dass gerade diese im Online-Handel übliche Verfahrensweise keineswegs transparent gehandhabt wird, bemängelt Zweig. Dem Informatiker:in stehen aber Mittel zur Verfügung, in die Blackbox von algoritmischen Entscheidungssystemen hineinzusehen und Kontrollmechansmen zu entwerfen, um damit Fehler und vor allem Diskriminierungen vorzubeugen. Werden etwa bei maschinengesteuerten Bewerbungsauswahlverfahren bestimmte Personengruppen benachteiligt, so kann dies daran liegen, dass die Software mit fehlerhafter oder unausgeglichenen Datenmengen „gefüttert“ wurde. Zuvor gilt es aber „unter Menschen“ zu diskutieren, welche Entscheidungen als „gut“ und „richtig“ empfunden werden. Dies sind aber Fragen, die nicht von den Künstlichen Intelligenzen zu beantworten sind, sondern gesamtgesellschaftlich zur Debatte stehen sollten. Vor allem hierfür setzt sich die Autorin ein, die auch Mitglied der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages zum Thema „Künstliche Intelligenz“ ist.
Eine lesenswerte Einführung in die Grundlagen der Sozioinformatik – geschrieben von einer Professorin die mit ihrer Expertise wichtige Impulse für den gesellschaftlichen Diskurs liefert.

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Die Autobahn in den Himmel

So nannte Carlo Acutis die Eucharistie. Mit großer Sehnsucht erwartete der Siebenjährige den Tag seiner Erstkommunion. Von diesem Tag an im Juni 1998 bis zu seinem frühen Tod im Oktober 2006 wurde für den Jungen aus Mailand die Eucharistie zum Mittelpunkt seines Lebens. Wer war dieser aussergewöhnliche Junge?
Er liebte wie Gleichaltrige Videospiele und Fussball – aber ebenso liebte er Jesus, betete den Rosenkranz und half Armen und Bedürftigen.
Thomas Alber stellt in einer Kurzbiographie das beeindruckende Leben und Wirken des italienischen Teenagers vor, der am 10. Oktober 2020 in Assisi seliggesprochen wurde. Carlo wuchs in einer begüterten Familie auf und wurde von seinen Eltern nicht übermäßig zur Glaubenspraxis hingeführt. Gott selbst führte ihn an der Hand und legte ihm eine große Liebe zur Eucharistie ins Herz. Als Kind seiner Zeit war er im Internet zuhause und suchte Mittel und Wege, mit diesem Medium andere Menschen zu Gott zu führen.
Er stellte sich selbst die große Aufgabe im Internet ein Portal aufzubauen, das alle von der Kirche anerkannten eucharischen Wunder aufführt und mit Quellen belegt. Dafür ist er mit seinen Eltern durch Europa gereist und hat noch vor seinem Tod die Plattform vollendet. Diese Seite wird weiterhin gepflegt.
Schon vor seiner Seligsprechung im letzten Herbst war er vor allem über die Weltjugendtage über die Landesgrenzen von Italien hinaus bekannt geworden. Sein tiefer Glaube und seine gelebte Nächstenliebe sind gerade für junge Menschen klare Wegweisung für ihr Leben. Hier einige Tipps, die Carlo für einen „Weg zur Heiligkeit“ gegeben hat:

1. Gehe täglich zur heiligen Messe und empfange die heilige Kommunion.
2. Denke daran, jeden Tag den Rosenkranz zu beten.
3. Lies jeden Tag einen Abschnitt aus der heiligen Schrift.
4. Wenn möglich, halte einige Momente eucharistischer Anbetung vor dem Altar, wo Jesus wirklich gegenwärtig ist. Du siehst, wie wunderbar Du in der Heiligkeit wachsen kannst.
5. Versuche, jede Woche zur Beichte zu gehen, auch wenn Du nur lässliche Sünden hast.
6. Bitte Deinen heiligen Schutzengel, Dir beständig zu helfen; er soll Dein bester Freund werden.

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