Heilung aus der Petrischale?

Quelle: http://www.newscientist.com

Quelle: New Scientist

Anfang der Woche berichteten die Medien über die Klonierung von menschlichen embryonalen Stammzellen. Die Methode, die der russisch stämmige Forscher der Oregon Health and Science University, Shoukhrat Mitalipov, angewandt hatte, war 1996 erfolgreich zur Herstellung von Klonschaf Dolly eingesetzt worden. Zur Gewinnung der Stammzellen wird ein Embryo durch Kerntransfer hergestellt, der aber getötet werden muss, um an die wachstums- und differenzierungsfreudigen Zellen zu kommen. Aus ihnen hoffen die Forscher „Organersatz“ zu züchten, womit schwere Krankheiten wie Alzheimer, Herzinfarkt oder Multiple Sklerose geheilt werden könnten. Dieses in sich edle Motiv darf nicht darüber hinweg täuschen, dass hier ein Mensch in seinem frühesten Entwicklungsstadium getötet wird.

Mit der Publikation dieser Forschungsergebnisse wird eine Diskussion um Wert und Unwert menschlichen Lebens wieder angestoßen, die bereits vor 10 Jahren geführt wurde. Selbst das angesehene Wissenschaftsmagazin Nature hinterfragt kritisch, ob wir heute – 15 Jahre nach Dolly –  diese Methode der verbrauchenden Embryonenforschung noch brauchen. Gibt es nicht alternative Wege, um an Stammzellen zu kommen, etwa aus Nabelschnurblut oder durch Reprogrammierung? Zur weiteren Reflexion anbei drei Links:

Download Nature                  Kommentar Stefan Rheder DT              Infographik Klonierung

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