Beispielhafte Zivilcourage im Iran der 80 iger Jahre

Quelle: Amazon

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Mit dem Bericht über ihre Jugendjahre zu Beginn der Machtübernahme Ayatollah Khomeinis‘ gibt die Autorin einen lesenswerten Einblick in das Leben Irans vor 25 Jahren. Als Schülerin wehrt sich die Christin gegen die staatlich verordnete Indoktrinierung durch das islamistische Regime. Mit 16 wird sie in das berüchtigte Evin-Gefängnis geworfen und entgeht nur knapp dem Tod. Während der mehrjährigen Haft und häufigen Folter hat sie weder Kontakt zu ihrer Familie noch zu ihrem ebenfalls christlichen Freund Andre. Nachdem sie im Gefängnis zu einer Heirat und Annahme des islamischen Glaubens gezwungen wurde, gelingt ihr schließlich doch eine Rückkehr zu ihrer Familie. Heimlich heiratet sie ihren Jugendfreund Andre und kann mit ihm nach Canada fliehen. Dort lebt sie heute mit ihren beiden Söhnen.

Marina Nemat hat einen Mut ähnlich einer Sophie Scholl bewiesen. Ihre Autobiographie möchte allen weiterhin im Iran verfolgten Christen Mut machen. Ob sich mit der kürzlichen Wahl des neuen Präsidenten Rohani das politische Klima ändert ist noch ungewiss. Die Iraner hoffen zumindest auf mehr Freiheiten.

Rezension FAZ                             Homepage Marina Nemat

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