In Zukunft nur noch sterile Fortpflanzung?

Quelle: Zentrum derGesundheit

Quelle: Zentrum der Gesundheit

Was sich wie Science Fiction anhört, könnte in 20-40 Jahren Realität sein: die sterile Fortpflanzung. So werde weltweit auf Hochtouren daran gearbeitet, die Nachkommenschaft stetig zu perfektionieren und möglichst vor Erbkrankheiten zu bewahren. Melanie Mühl, Feuilleton-Redakteurin der FAZ, hat in ihrem jüngsten Artikel „Wir optimieren uns zu Tode“ (FAZ 6.11.13) den Machbarkeitswahn aktueller Biotechnik kritisch hinterfragt. Filme wie „Gattaca“ (1997) oder „Die Insel“ (2005) haben schon längst auf die gesellschaftlichen Folgen genetischer Eingriffe beim Menschen hingewiesen. Eine „bessere“ Welt konnten sie nicht schaffen… wohl wenigen Unternehmen zu Wohlstand verhelfen. Eines davon ist die Firma 23andMe. Als Startup-Unternehmen mit Sitz in Silican Valley bietet es für nur 99 Dollar einen quasi-komplett-Scan der DNA.
Mühl prophezeit , dass „der Blick auf das störanfällige System Mensch gnadenloser wird und der Platz für Normabweichler wie Behinderungen schwindet“. Ihr Beitrag macht klar, dass dieser Weg hin zum vorgeburtlichen gläsernen Menschen nicht mehr aufzuhalten ist, es sei denn, man entschließt sich dazu, ihn bewusst nicht mit zu gehen.

Interview mit Melanie Mühl

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