Krank vor Arbeit?

Quelle: Amazon.deZu Jahresbeginn machen sich viele Menschen Gedanken über den Sinn ihres Lebens: Tue ich das, was ich eigentlich will? Bin ich mit meiner Arbeit zufrieden? Lässt sie mir genügend Freiraum, um der Familie, Freunden, Hobbys  und anderen Verpflichtungen noch gerecht zu werden?
Wohl nur wenige Menschen werden diese Frage ehrlich mit Ja beantworten können. Grund: die harten Anforderungen der modernen Wirtschaft, der starke Konkurrenzkampf und der hohe Lebensstandard macht viele zu Sklaven ihres Arbeitslebens. Nicht wenige macht dies krank: Depression und Burnout avancieren zu neuen Zivilisationskrankheiten.

Das Buch von Ulrich Renz lädt zum Nachdenken über das eigene Leben ein. Vor allem die ersten 6 Kapitel lohnen sich aufgrund seiner treffenden Analyse moderner Unternehmungsführung, die ihren Mitarbeitern angebliche Fürsorge vorgaukelt aber eigentlich nur maximales Kapital aus allen Arbeitskräften schlagen will. Wer es sich leisten kann, mal zwei bis drei Stunden für eine Lektüre frei zu schaufeln, mag danach vielleicht nicht zum „Aussteiger“ werden, wie der Autor – vielleicht setzt er aber andere Prioritäten, um allen Lebensbereichen gerecht zu werden: Arbeit + Familie + Erholung + …
Renz bettet seine recht unterhaltsam formulierten Einsichten öfter in sozio-kulturelle Rahmen und versucht auch, dem Begriff der Arbeit in historischer Perspektive auf die Spur zu kommen. Dabei scheint sein offensichtlich gespaltenes Verhältnis zum Christentum und vor allem zum katholischen Glauben durch. Dies ist zu bedauern, tut aber dem ersten Teil des Buches keinen Abbruch.

Rezensionen:  Die Zeit       Die Welt

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