Karol Wojtylas Personalismus

Wer ist der MenschDer Hl. Johannes Paul II war nicht nur ein großer Papst, er war ein Philosoph. Dabei interessierte ihn vor allem der Mensch. Wer ist der Mensch? Wonach sehnt er sich? Wie beeinflusst das Handeln seine Selbstverwirklichung? Er war der Ansicht, dass die Taten eines Menschen nicht isoliert vom Menschsein betrachtet werden können: Mit meinen Taten tue ich nicht nur etwas Gutes oder Böses, sondern werde dadurch gut oder böse – als Mensch.
Während das philosophische Werk Woitylas in Polen, USA oder Südeuropa breite Reflexion findet, ist es in Deutschland weitgehend unbekannt. Woran liegt das?
Nach Christoph Böhr sind dies vor allem drei Gründe: historisch bedingte Vorbehalte gegenüber eines „polnischen Personalismus“, die schlechte Übersetzung seines philosophischen Hauptwerkes „Person und Tat“, die z.B. nicht zwischen Person und Persönlichkeit unterscheide, und schließlich die Tatsache, dass sich in Deutschland die Theologie weitgehend von der Philosophie abgetrennt habe.
So ist es erfreulich, dass eine stattliche Sammlung bisher nicht auf deutsch erschienener Aufsätze Woitylas jetzt in einem Sammelband erschienen sind. Hanns Gregor Nissing kommt das Verdienst zu, sie übersetzt zu haben. Lesenswert ist das Buch auch wegen der ausführlichen Einleitung, die den Texten vorangeht. Hier beschreibt Nissing kurz den philosophischen Werdegang Woitylas und beleuchtet, wie sein anthropologisches Denken sein späteres Lehramt als Papst massgeblich prägt.

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