Weisheit von Schuljahren, die nicht mit Geld zu bezahlen ist

RegenbogentruppeNicht überall auf der Welt ist das „Recht auf Bildung“ Wirklichkeit. In vielen Ländern sehnen sich Kinder danach, zur Schule gehen zu können – nicht selten können ihre Eltern nur einem ihrer Kinder dieses Privileg gewähren. Andrea Hirata‘s bewegender autobiographischer Roman erzählt  seine Kindheit und Jugend an der ärmlichen Dorfschule von Belitung, einer kleinen Insel Indonesiens. Zusammen mit neun anderen Kindern, der „Regenbogentruppe“, wurde er hingebungsvoll viele Jahre hindurch von zwei Lehrern unterrichtet, die ihren Schülern mehr als nur Fachwissen mit auf den Weg gaben: Weisheit des Lebens. Hirata schreibt das Buch in großer Dankbarkeit zu seiner Lehrerin, Bu Mus, die ihn und seine Mitschüler zu Persönlichkeiten geformt hat. Bei ihr und auch bei dem schon verstorbenen Lehrer Pak Harfan haben sie die Wertschätzung der Bildung gelernt, die sie anspornte, trotz geringster materieller Lernmittel das Beste aus sich zu machen.
„Die Regenbogentruppe“ ist ein Stück aktueller Zeit- und Kulturgeschichte Indonesiens. Eine bereichernde Lektüre in einem Zeitalter, wo die Erziehungssysteme westlicher Industrienationen immer seltener Freude am Lernen vermitteln und Orte der Charakterbildung sind.

Interview mit Andrea Hirata           Rezension

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Bücher, Bildung, Erziehung, Kultur, Lebensfragen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s