Frauen sind mehr als nur „Objekte“ der Anschauung

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Keine Frau möchte bloß als das wahrgenommen werden, was sie am meisten von sich zeigt: Bein, Po oder Décolleté. Im Grunde möchte sie als Person, als jemand gesehen werden, mit der ihr eigentlichen persönlichen Note. Oft jedoch reduzieren die Blicke des anderen Geschlechts Frauen aber auf das, was ihre sexuellen Triebe stimuliert. Und nicht selten sind Frauen daran selber schuld, wenn sie durch die Art und Weise sich zu kleiden oder zu bewegen, eben dies noch provozieren.
Vor ein paar Jahren wurde in Princeton eine Studie gemacht, die Aufschluss darüber geben könnte, warum Blicke von Männern buchstäblich manche Frauen „entkleiden“ und manche nicht. Die Untersuchung bestand im Grunde darin, männlichen Studenten Fotos von Frauen zu präsentieren, die mehr oder weniger bekleidet waren und währenddessen ihre Gehirne zu scannen. Wenn die jungen Männer eine Frau im Bikini ansehen mussten, reagierten bei ihnen diejenigen Gehirnareale vermehrt, die mit dem Werkzeuggebrauch assoziiert scheinen. Andere Hirngebiete, wie im Präfronatalen Cortex schienen dagegen inaktiver – hier werden normalerweise die Gedanken, Gefühle und Absichten eines anderen Menschen analysiert.

Die Schlussfolgerung, die die Psychologen um Kurt Gray daraus zogen sind folgende: Wenn der bloße Anblick eines Bikinis männliche Gehirne dazu bewegt, die Wünsche und Gedanken von Frauen zu übersehen, dann würden Scham und Anstand in der äußeren Erscheinung das Gegenteil bewirken: Männern würde dadurch bewusst, dass Frauen viel mehr als ihren Körper zu bieten hätten. Wenn Bikinis Frauen zum Objekt degradieren, kann Anstand ihre Würde als Frau unterstreichen. Frauen also, die sich wünschen, von Männern ernst genommen und als Persönlichkeiten wahrgenommen zu werden, sollten sich öfter bewusst machen, wie ihr Äußeres auf ein männliches Gegenüber wirkt.
An dieser Stelle möchte ich auf einen interessanten Video-Clip von Jessica Rey verweisen. In einer Rede über die „Evolution of the swim suit“ kommt sie auf die Princeton-Studie zu sprechen und spornt junge Frauen dazu an, ihre weibliche Attraktivität weder zu verbergen noch zur Schau zu stellen. Die Designerin hat übrigens eine Firma gegründet, die Bademoden für Frauen produziert.

Princeton-Studie runterladen              Rey Swimwear 2014

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