Wachkomapatienten mit Bewusstseinsschimmer

Quelle: BBC

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Wie wach sind Komapatienten? Während ihre vegetativen Funktionen wie Atmung und Stoffwechsel sie am Leben halten, ist aber keinerlei Kommunikation möglich. Man nennt dies auch „Locked-in-Syndrome“.
Was Angehörige von Wachkoma-Patienten schon immer intuiert haben, mögen britische Forscher nun mit ihren neuen Forschungsergebnisse bestätigen zu können: die Gehirne von Komapatienten sind sehr aktiv, sie reagieren mit regem Informationsaustausch über große Teile des Gehirns hinweg, wenn z.B. dem Patienten eine Aufgabe gestellt wird. Mit der im Grunde einfachen Methode des EEG  können die Wissenschaftler um Srivas Chennu aus Cambridge unterschiedliche Bewusstseinszustände von Wachkoma-Patienten dokumentieren. Der Erfolg ihrer Methode besteht darin, dass sie die Hirnstrommessungen auf neue Art und Weise mit der Graphentheorie in Verbindung bringen.
Diese Erkenntnisse werden sicherlich die Debatte um Organtransplantation und die Feststellung des Hirntods befruchten. Aber sie haben schon jetzt praktische Konsequenzen. So beobachtete Chennu, dass manche Pfleger ihre Aufmerksamkeit den Wachkomapatienten gegenüber verändern, wenn sie erfahren, sie doch eine Spur von Bewusstsein in sich tragen.

FAZ-Beitrag                         BBC Interview

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