Das Verschwinden des Maskulinen

Bildschirmfoto 2015-06-15 um 22.37.47Unter diesem Titel hat unlängst die finnische Autorin Beile Ratut einen bemerkenswerten Artikel in der deutschen Tagespost geschrieben. Sie vertritt darin die Gegenthese zu Simone de Beauvoirs bekannten Worten: „Man wird nicht als Frau geboren, man wird dazu gemacht“. Ratut denkt, dass dies nicht für Frauen sondern für Männer gilt. Die Frau ist von Natur aus auf Mutterschaft hingeordnet. Deshalb sei der Weg zur sexuellen Identität bei ihr „ein langer, sich entfaltender Prozess“, wohl aber natürlich. Der Mann müsse seine sexuelle Identität ständig neu erringen. Gerade weil die Natur seine Identität nicht definiere, sei er darauf angewiesen, dass die Gesellschaft sein Rolle definiere. Gekonnt und humorvoll argumentiert die gelernte Wirtschaftswissenschaftlerin, warum die Institution der Ehe gerade Männern helfe, ihren Platz im Leben zu finden.

Die Lektüre lohnt sich für alle, die als Erzieher die aktuelle Debatte um Gender und Pädagogik der Vielfalt verfolgen.

Artikel von Beile Ratut pdf

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Artikel, Ehe, Gender, Gesellschaft, Kultur abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s