Die bleibende Bedeutung des Naturrechts

Bildschirmfoto 2015-07-02 um 21.47.03Am 22. September 2011 sprach Papst Benedikt XVI im Deutschen Bundestag. Immer wieder kommen Rechtsgelehrte auf diese Rede zurück und werden Symposien zum Thema des Naturrechts veranstaltet. Deshalb möchte ich hier auf ein Interview mit der in Ungarn lehrenden Professorin für Römisches Recht, Nadja El Beheiri, hinweisen, das unlängst in der Deutschen Tagespost erschien und das neue Aspekte zur Papstrede bringt. El Beheiri erwähnt zunächst, dass sich ihr Lehrstuhl besonders dem emeritierten österreichischen Rechtsgelehrten Prof. Wolfgang Waldstein verpflichtet fühlt. Waldstein hat 2010 ein Buch über das Naturrecht verfasst, worauf Papst Benedikt in seiner Berliner Rede mehrmals zu sprechen kam.
51PXtXGIOjL._SX313_BO1,204,203,200_Dieses nicht nur für Jurastudenten lesenswerte Werk fragt danach, ob es Rechte gibt, die jeder Mensch von Natur aus hat? Oder aber ein Gesetz, das über allen Gesetzbüchern steht? Der international anerkannte Rechtshistoriker setzt sich mit den Kritikern des Naturrechts auseinander. Dabei zeigt er die für das menschliche Zusammenleben dramatischen Folgen einer Ignorierung dieser Wertegrundlagen auf.
Nadja El Beheiri erwähnt u.a. in ihrem Interview, dass sie in der Fakultät oft die Videoaufzeichnungen der Rede Benedikts angesehen hätten, manchmal auch mit abgeschalteten Ton, um auf die Gesten des Papstes zu achten. Dabei hebt sie hervor, dass „er nicht mit Macht eingreifen möchte, sondern vielmehr mit einer Einfachheit und Demut“. Ihr Beitrag ist äußerst lesenswert und stimuliert gerade dazu, auch das Buch von Prof. Waldstein wieder oder erstmals zur Hand zu nehmen.
Das Thema des Naturrechts ist weiterhin aktuell, jetzt wo der deutsche Bundestag sich anschickt, über neue gesetzliche Regelungen zur Euthanasie zu beraten!

Artikel Tagespost pdf              Ins Herz geschrieben, Hrsg. El Beheiri

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