Ein Stück russische Musikgeschichte

51ayAi5B5gL._SX296_BO1,204,203,200_Sie habe sich schon immer für Schostakowitschs Musik interessiert, sagt Sarah Quigley, die Autorin des Bestsellers. Wie schwierig mag es wohl für den bekannten russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch gewesen sein, 1941-42 im belagerten Leningrad, umgeben von Kälte, Hunger und Tod eine 70 Minuten dauernde  Symphonie in vier Sätzen zu komponieren?
Der Roman schildert in realistischen Bildern die Umstände der Entstehung und Uraufführung von Schostakowitschs 7. Symphonie. Sie wurde später zum Symbol des Widerstands der Stadt gegen die Truppen Hitlers. Die Hauptfigur ist nicht der Komponist, sondern Karl Eliasberg, ein eher zweitklassiger Dirigent des Rundfunkorchesters.
Ihm wurde die schier unmögliche Aufgabe übertragen, die Kriegssymphonie mit ausgehungerten und erschöpften Musikern aufzuführen. Für diese eine Aufführung am 9. August wurde Eliasberg gefeiert. Nach dem Krieg geriet er in Vergessenheit und starb 1978 völlig verarmt.
Der Roman ist wie die Symphonie in gekonnt bildhafter Sprache geschrieben, voller bewegender menschlicher Schicksale, die anrühren.

Eine Hörprobe vom 1. Satz der 7. Symphonie

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