Gottes Grundgesetz und Lebensmittel für den Menschen

51H9+Og2zeL._SX327_BO1,204,203,200_Das neue Buch des Münchener Pastoraltheologen Andreas Wollbold spornt zu einem Neuanfang des religiösen Lebens an. Nicht den bequemen Weg der oberflächlichen Bedürfnisbefriedigung zu wählen, sondern Gott und seine Liebe zu suchen, kurz: ein besserer Mensch zu werden.
Der Leser wird dabei zu einer Schatzsuche eingeladen. Denn die christliche Moral will, wie er sagt, ausgegraben werden, denn sie liege nicht mehr sichtbar auf der Hand. Und das ist mühsam. Wie alles, was wertvoll ist, muss man es unter der Oberfläche suchen.
Ein Blick ins Buch zeigt zweit Hauptabschnitte: zunächst werden die zehn Gebote im Kontext von Sünde, Gnade und der Tugenden dargestellt. In einem weiteren Schritt die sieben Sakramente als „Gottes Lebensmittel“, die jedem Menschen persönlich erreichen und auf seiner Reise zum Himmel geleiten wollen. Wollbold beschreibt die zehn Gebote als „Grundgesetz der Menschheit“, die sein Überleben sichern und deshalb dürfe daran kein Jota verloren gehen. Sie seien für das Verhalten des Menschen das, was die Naturgesetze für die materielle Welt seien: „ausnahmslos für jeden verbindliche Rechte und Pflichten“ (S. 41).
Durch seine direkte und oft humorvolle Art macht der Autor es seinen Leser leicht, sich selber zu prüfen und sensibilisiert für eine Sicht des christlichen Lebens, die über das Klischee von Gebots- und Verbotskatalogen weit hinaus geht. Es geht schließlich ums Ganze: wer durch die Taufe zu Christus gehöre, habe den „Point of no return“ überschritten. Damit habe das Leben eine konkrete Zielausrichtung erhalten, die bewusst angenommen oder aber auch abgelehnt werden könne.
Wollbold möchte mit seinem Buch dazu beitragen, dass Menschen in ihrem Alltag neu beginnen, Gott in ihr Leben hineinzuholen. Er spricht in klaren und einfachen Worten und bringt so „Licht“ in manch düstere Lebenswege. Möge er vielen Menschen wieder Mut machen, es mit Christus und seiner Kirche neu zu wagen.

Andreas Wollbold zur Frage der Segnung von gleichgeschlechtichen Paaren und kirchlich nicht anerkannten Zweitehen (Berlin, 16.05.2015):

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