Können Maschinen moralisch handeln?

Spontan ist man geneigt den Kopf zu schütteln. Ein Roboter der bei der Pflege assisitiert oder ein Fahrzeug, das sich selbst steuert und dabei die Verkehrsregeln beachtet… diese und andere Hilfestellungen soll uns die Technik bald bescheren. Und die ethische Begleitforschung hat schon lange eingesetzt. Die Maschinenethik liegt an der  Schnittstelle von Informatik und Philosophie. Sie  untersucht, inwieweit künstliche Systeme mit der Fähigkeit ausgestattet werden können und sollen, moralisch zu handeln und zu entscheiden.
Die Zeitschrift Aus Politik und Zeitgeschichte widmet aktuell dem Thema Künstliche Intelligenz eine ganze Ausgabe. Die rasanten Fortschritte auf diesem Gebiet werfen viele Fragen auf: Was ist von Nutzen und Vorteil für den Menschen jenseits der technischen Machbarkeit? Wie verändern sich Wirtschaft, Arbeit und Alltag? Wo liegen Risiken? Wie lassen sich diese Entwicklungen gesellschaftlich und politisch steuern?
Schon jetzt verändern virtuelle Assistenten die Wirtschafts- und Arbeitswelt, überhaupt unser Leben. Thomas Ramge erläutert in seinem Beitrag, wie digitale Helfer wie etwa Siri Menschen beim online-Shoppen oder der Terminplanung unterstützen. Doch haben sich längst andere Felder aufgetan, wo künstliche Intelligenz zum Einsatz kommt. Der Legal-Bot ist derzeit der erfolgreichste kostenlose virtuelle Rechtsassistenz. Er konnte innerhalb von zwei Jahren 375 000 Bußgeldbescheide abwehren.
Breiten Raum nimmt in den sieben inhaltsreichen Beiträgen das Anwendungsfeld der Altenpflege ein: Service-Robotik. Wo liegen die ethischen Grenzen der zunehmenden Technisierung der physischen Unterstützung alter oder kranker Menschen in ihrem Alltag?
Eine lesenswerte Ausgabe, die auch als ebook heruntergeladen werden kann. Ich möchte auch empfehlen, die Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung mal durchzuforsten. Hier lagern digitale Schätze nicht nur für politisch Interessierte oder Historiker.

pdf Künstliche Intelligenz

Schon ein Klassiker von Spielberg:

Werbeanzeigen
Dieser Beitrag wurde unter Artikel, Bioethik, Kultur, Lebensfragen, Neurowissenschaften, Philosophie abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.