Wenn ein Papst ein Machtwort spricht…

Es war Papst Innozenz XII. der Ende des 17. Jahrhunderts seine Stimme erheben musste, damit das Durcheinander ein Ende hatte. Für manche begann nämlich das Neue Jahr am 25. Dezember, andere feierten es am 6. Januar und wieder andere griffen auf die römische Sitte zurück, gemäß der am 1. März Neujahr war. Innozenz XII. legte für alle verbindlich den 1. Januar fest, den übrigens schon Kaiser Karl der Große für den idealen Jahresbeginn gehalten hatte.

Prälat Ludwig Gschwind stellt in seinem Büchlein 40 denkwürdige Jahrestage vor, an denen Weltgeschichte geschrieben wurde. Viele davon sind in Vergessenheit geraten. Etwa dass am Dreikönigstag 1525 in Mühlhausen nicht ein feierliches Hochamt zelebriert wurde, sondern fanatische Bürger mit roher Gewalt kostbare Bilder und wertvolle Figuren zerstörten: es war der Beginn des sogenannten Bildersturms, der die Reformation vielerorts begleitete. Oder dass am 2. Juni 455 die Vandalen Rom besetzten und damit den Untergang des weströmischen Reiches besiegelten. Viele der denkwürdigen Ereignisse erhellen die Geschichte des Papsttums, doch erwähnt der Priester und Autor zahlreicher theologischer und pastoraler Werke auch den 26. September 1983. An diesem Tag hätte die Welt untergehen können. Sie tat es nicht, weil Oberst Stanislaw Petrow Dienst hatte und besonnen reagierte, als die Computer in seinem Moskauer Überwachungszentrum Alarm auslösten: eine amerikanische Atomrakete nähere sich der Sowjetunion… Wie sich später herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm, der den dritten Weltkrieg hätte auslösen können.

Ein kurzweilige Lektüre, die so manche kleine Bildungslücke in Sachen Welt- und Kirchengeschichte zu schließen vermag.

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