Geistige Entleerung der Gegenwart

Sie wurde von vielen Denkern der Gegenwart konstatiert. Der kürzlich verstorbene Philosoph Robert Spaemann war einer von ihnen. Man könnte ihm weitere (christliche) Intellektuelle des 20. Jahrhundert dazugesellen wie Josef Pieper, Dietrich von Hildebrand, Jacques Maritain, C.S. Lewis oder Romano Guardini…
Michael Rieger stellt in seinem Buch eine Reihe von Literatur- und Kulturkritiker vor, die die geistigen und politischen Umbrüche vor und nach 1945 maßgeblich begleitet haben. Nicht nur die Kirche habe seiner Meinung nach die Aufgabe, sich gegen den jeweils herrschenden Zeitgeist zu wenden. Auch redliche Intellektuelle sollten sich zu Wort melden.
Nicht selten trat und tritt der Zeitgeist im Gewand des Hochmuts und der Überlegenheit auf. So kann ihm nur mit Bescheidenheit und einer realistischen Standortbestimmung begegnet werden. Meister dieser Haltung ist sicherlich der emeritierte Papst Benedikt XVI.
Rieger möchte mit seinen literarischen Portraits von Denkern wie Walter Hoeres, Plinio Corrêa de Oliveira, Othmar Spann, Hermann Claudius, Reinhold Schneider oder Peter Handke geistige Lichtblicke setzen, die zu einer intellektuellen Gegenrevolution aufrufen.

Die in diesem Band vereinten und bereits publizierten Aufsätze bilden ein gehaltvolles und lesenswertes Kompendium der „Denker der Konservativen Revolution“. Sie zu kennen, wäre ein Beitrag, sich der Macht des Zeitgeistes entgegen zu stellen.

Hier eine hilfreiche Rezension von Josef Bordat.

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Geistliche Impulse zum Weihnachtsfest

Die Adventszeit geht zuende. Das Weihnachtsfest steht vor der Tür. Sind wir nun darauf vorbereitet? Diese Frage wird nur jeder für sich beantworten können. Weihnachten ist ja auch eine Zeit, die zur Innerlichkeit, zur Begegnung mit Gott führen kann.
Ich möchte hier noch ein Buch vorstellen, das mich durch die Adventszeit begleitet hat. Es wurde von Jeannette Gosteli zusammen gestellt und umfasst 8 Betrachtungen, die im letzten Jahr die Pfarrei Mariä Heimsuchung in Zittau als geistliche Anregungen ihren Gläubigen zur Verfügung gestellt hatte.

Es ist ein geistlicher Weg an der Hand der großen Mystikerin, der hl. Teresa von Avila. Die einzelnen Betrachtungen können auch als Einführung in ihr Werk „Die innere Burg“ verstanden werden. Treffend mit wunderschönen Darstellungen aus der Kunst illustriert, wird der Leser, der zugleich als Beter angesprochen wird, von einer Wohnung zur nächsten geführt. Jede Wohnung birgt ihre Gefahren aber auch ungeahnte Freuden. Eine „geistliche Übung“ beschließt jede der Betrachtungen, die als Grundlage für das eigene Nachdenken und Besinnen dienen kann.
Eine empfehlenswerte Lektüre nicht nur für die Adventszeit – sie mag auch ein hilfreicher Begleiter geistlicher Exerzitien sein.

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Bioethische Kompetenz im Netz

Unter dem Dach der Erzdiözese Salzburg hat sich eine interessante online-Plattform gebildet. Wer aktuelle Literatur zu Themen der Bioethik im Netz sucht, wird bei bioethik-online.at sicher fündig.

Ob aktuelle Nachrichten zur PID, Stammzellforschung oder Leihmutterschaft, die einfache Suchmaske führt zu Artikeln zum gesuchten Thema, die als pdf runtergeladen werden können. Inhaltlich stehen die angebotenen Beiträge im Einklang mit der Sicht der Kirche. Das Salzburger Redaktionsteam arbeitet u.a. mit dem Wiener IMABE – Institut und der Tagespost zusammen.

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Das moralische Gewissen Deutschlands

Robert Spaemann war ein unbequemer Philosoph. Stets hat er sich mit seinem klaren Verstand in die wesentlichen ethischen und kirchlichen Debatten in Deutschland eingemischt. Und ihm wurde zugehört. Nun ist er kürzlich im Alter von 91 Jahren gestorben.

Hier eine Würdigung von Manfred Lütz und ein Nachruf von Pater Engelbert Recktenwald.

R.I.P.

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Wenn ein Papst ein Machtwort spricht…

Es war Papst Innozenz XII. der Ende des 17. Jahrhunderts seine Stimme erheben musste, damit das Durcheinander ein Ende hatte. Für manche begann nämlich das Neue Jahr am 25. Dezember, andere feierten es am 6. Januar und wieder andere griffen auf die römische Sitte zurück, gemäß der am 1. März Neujahr war. Innozenz XII. legte für alle verbindlich den 1. Januar fest, den übrigens schon Kaiser Karl der Große für den idealen Jahresbeginn gehalten hatte.

Prälat Ludwig Gschwind stellt in seinem Büchlein 40 denkwürdige Jahrestage vor, an denen Weltgeschichte geschrieben wurde. Viele davon sind in Vergessenheit geraten. Etwa dass am Dreikönigstag 1525 in Mühlhausen nicht ein feierliches Hochamt zelebriert wurde, sondern fanatische Bürger mit roher Gewalt kostbare Bilder und wertvolle Figuren zerstörten: es war der Beginn des sogenannten Bildersturms, der die Reformation vielerorts begleitete. Oder dass am 2. Juni 455 die Vandalen Rom besetzten und damit den Untergang des weströmischen Reiches besiegelten. Viele der denkwürdigen Ereignisse erhellen die Geschichte des Papsttums, doch erwähnt der Priester und Autor zahlreicher theologischer und pastoraler Werke auch den 26. September 1983. An diesem Tag hätte die Welt untergehen können. Sie tat es nicht, weil Oberst Stanislaw Petrow Dienst hatte und besonnen reagierte, als die Computer in seinem Moskauer Überwachungszentrum Alarm auslösten: eine amerikanische Atomrakete nähere sich der Sowjetunion… Wie sich später herausstellte, handelte es sich um einen Fehlalarm, der den dritten Weltkrieg hätte auslösen können.

Ein kurzweilige Lektüre, die so manche kleine Bildungslücke in Sachen Welt- und Kirchengeschichte zu schließen vermag.

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Warum Liran ungehorsam war…

Wenn Gott ruft, dann darf man ihn nicht warten lassen. Doch tut Er dies nicht immer direkt, d.h. persönlich… Er bedient sich nicht selten anderer Wege, um die Herzen der Menschen zu erreichen.

Der kleine Hirtenjunge Liran hat dies sofort erfasst: Die Botschaft der Engel, ein Stern, der am Himmel aufgeht und den Weg weist, die Nachtigall und Nelu, das Lämmchen. Sie alle machen sich mitten in der Nacht noch vor den Erwachsenen auf den Weg und erleben als erste das Weihnachtswunder. Gemeinsam kümmern sie sich um das Jesuskind und dürfen die Geschenke der heiligen drei Könige bestaunen…

Silvia Schröer und Silke Schwarz haben die klassische Weihnachtsgeschichte kindgerecht  und herzerwärmend nacherzählt. Wunderschön illustriert wurde das Kinderbuch von der Franziska Harvey, die schon viele Bücher meisterhaft mit Tuschezeichnungen versehen hat.

Ein ideales Weihnachtsgeschenk für Familien mit kleinen Kindern. Das neue Kinderbuch sollte zum Vorlesen in christlichen Kindergärten und Kitas nicht fehlen!

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Besinnliche Glasharfenmusik zum 2. Advent

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