Tempel der Christenheit

1882 begann Antoni Gaudí mit dem Projet der Sagrada Familia. Noch heute wird daran gebaut. Obwohl noch unvollendet, ist die Katedrale schon ein Magnet für Christen und Touristen Barcelonas.
Man schätzt, dass in 10 Jahren der Bau beendet sein wird, wie die Vision dieses Kurzvideos zeigt:

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Wege zum gelingenden Leben

Das christliche Leben blickt nicht nur auf das Jenseits. Ein Christ vermag schon hier auf Erden zutiefst glücklich zu sein. Wie macht er das? Wie macht es Papst Franziskus?
Seit dem Beginn seines Pontifikates 2013 antwortet der heilige Vater auf diese Grundfragen jedes Menschen in seinen Ansprachen, Predigten und Interviews.

Das vorliegende Buch möchte der Freude einer gelebten Berufung als Christ Ausdruck verleihen. Die Texte stammen vornehmlich aus Ansprachen des Papstes etwa anlässlich eines Weltjugendtages oder kurzer Predigten der Frühmessen aus Santa Marta. Darüber hinaus wurden sie aus den zentralen Lehrschreiben der letzten fünf Jahre entnommen: Amoris laetitia (2016), Misericordia et misera (2016) oder Evangelii gaudium (2013). Der Weg zum geglückten Leben beginnt mit der Suche nach dem tieferen Lebenssinn. Hier spielt die Frage nach der wahren Freiheit eine zentrale Rolle, worauf der Papst immer wieder zu sprechen kommt. Es lohnt sich, für die LIEBE etwas aufzugeben, sich zu verschenken.
Die Sammlung der meist kurzen Zitate gliedert sich in vier große Kapitel und umspannt alle Bereiche menschlichen Lebens und die zentralen Themen der christlichen Spiritualität: z.B. Nächstenliebe, Demut, Armut, Hingabe und Gottvertrauen. Sie eignen sich für stille Stunden zur Meditation alleine oder zum gemeinsamen Nachdenken über das eigene Leben.
Als Hörbuch wurden die Texte vom Schauspieler Peter Weis gelesen und können so lange Wege zur Arbeit oder beim Verweilen in der Natur bereichern.

Hier eine Leseprobe– und Hörprobe des Buches

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Männlich – weiblich – divers

Im November 2017 hatte das Bundesverfassungsgericht ein weitreichendes Urteil zur Regelung des Persönlichkeitsrechts erlassen. Dieser Weisung folgte nun das Bundeskabinett: Durch die Modernisierung des Personenstandsgesetzes soll künftig im Geburtenregister der Eintrag einer dritten Geschlechtsoption möglich sein.

Ein hilfreicher Kommentar vom ARD-Rechtsexperten Frank Bräutigam.

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Von der Wiege bis zur Bahre…

begleitet heute die digitale Informationstechnik den Menschen. Und sie verändert zunehmend das private und berufliche Leben. Dass Fernsehen dick, dumm und aggressiv macht, das wissen wir schon lange. Doch wie gravierend sind die Nachfolger der alten Flimmerkisten wirklich?
Manfred Spitzer hielt im Frühjahr 2018 einen bemerkenswerten Vortrag über die Auswirkungen der Smartphones auf die Volksgesundheit unserer Gesellschaft.
Der lesenswerte Streifzug und Rundumschlag über 35 Jahre „Digitalisierung mit dem PC“ zeigt die verheerenden Folgen der globalisierten Digitalisierung auf Bildung und Gesundheit junger Menschen. Man bräuchte keine Lanzeitstudien abzuwarten, um einzuschätzen, wie das „Schweizermesser“ des digitalen Zeitalters – das Smartphone – uns alle beeinflusst und beeinträchtigt.

Der Allroundbegleiter des Menschen habe sich in nur zehn Jahren auf dem gesamten Globus verbreitet und ein Großteil der Weltbevölkerung verbringt damit seinen Tag. Spitzer vermisst eine Technologiefolgenabschätzung, die der Hersteller – Apple – offensichtlich versäumt hat. Der Ulmer Psychiater geht in seinem Vortrag detailliert auf die nachgewiesenen gesundheitlichen Folgen durch Smartphones ein: Kurzsichtigkeit, Angst, Depression, Schlafstörungen, Diabetes, Bluthochdruck… und vor allem die Smartphone-Sucht. Somit muss vor den gravierenden Auswirkungen auf die körperlichen und geistigen Aktivitäten des Menschen gewarnt werden.


Dass es auch schon Staaten gibt, die diese nicht nur von deutschen Wissenschaftlern ausgesprochenen Sorgen ernst nehmen, beweist Südkorea. In keinem Land werden mehr Smartphones hergestellt und benutzt: 30 Prozent der jungen Menschen dort sind Smartphone-süchtig und über 90 Prozent schon kurzsichtig. So wurden Gesetze erlassen, um junge Menschen vor den Folgen der Smartphones zu schützen. Auch Frankreich hat als erstes europäisches Land ein absolutes Handyverbot an Schulen verhängt. In Baden-Württemberg wurde der Antrag auf ein Handyverbot in Schulen von der Kultusministerin gekippt.
Hier der eingescannte Artikel zum Runterladen – er ist leider online nicht verfügbar!

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Altersgerechte Begleitung in die Pubertät

Wie Mädchen und Jungen ihren eigenen Körper erleben und bewerten, hat großen Einfluss auf ihr Selbstbild und ihr Lebensgefühl. Sich als Mann oder Frau zu bejahen ist eine der entscheidenden Entwicklungsaufgaben junger Menschen. Sie dabei zu unterstützen heißt auch, sie altersgerecht vorzubereiten. Genau dies hat sich der 1999 gegründete Verein My Fertiliy Matters zur Aufgabe gemacht. Kooperationspartner ist die katholische Kirche.

Das Bildungsangebot in Form von Workshops richtet sich vor allem an Schulen. Die Plattform ist übersichtlich gestaltet und gibt schnell Einsicht in die wichtigsten  Informationen. Wer z.B. als Biologie-Lehrer einen Workshop buchen möchte, kann über die MFM-Zentrale regionale Ansprechpartner erfragen.
Hier eine kurze Einführung in das MFM-Programm:

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Die Regierung der Supermächte im Internet

Als größte Errungenschaft der Neuzeit wird die menschliche Freiheit angesehen. Tun und Lassenkönnen was man möchte… In unserer zunehmend von digitalen Medien beherrschten Welt steht es mit dieser so schwer erkämpften Errungenschaft nicht zum Besten. Das Internet verändert das Leben. Es verändert vor allem den Menschen. Wer ist der Mensch des Internet-Zeitalters – der „Mensch 4.0“? Was ist bei ihm anders?
Die Journalistin Alexandra Borchardt beleuchtet die Folgen der immer stärkeren Verknüpfung des Menschen mit der Technik. Zunächst führt die Digitalisierung zu einer stärkeren Individualisierung der Menschheit. Das Internet ist eine „Ich-Welt“, darauf ausgerichtet, so schnell wie möglich jegliche Bedürfnisse des Menschen zu stillen. Online- Persönlichkeit und Offline-Realität haben immer weniger miteinander zu tun.

Die Frage nach der Freiheit im Reich der unbegrenzten Möglichkeiten stellt die Autorin in den Mittelpunkt ihrer scharfsinnigen Analyse: wie viel Freiheit verträgt der Mensch? (S. 21) Wer die Wahl hat, hat die Qual. Der Mensch 4.0 ist hoffnunslos überfordert, weil er nicht gelernt hat, sich zu entscheiden und sich stets alle Möglichkeiten offen halten möchte. Ohne Navi kann er nicht mehr existieren. Doch wer gibt ihm noch Orientierung?

Kapitel für Kapitel des sauber recherchierten und elegant geschriebenen Buches wird dem Leser immer klarer: Im Internet herrscht keine Freiheit sondern Anarchie. Hier regieren die fünf Supermächte: Facebook, Google, Amazon, Apple und Microsoft. Algorithmen kontrollieren nicht nur die Wirtschaft und Politik, sie können auch dazu benutzt werden, den einzelnen Bürger zu überwachen. Dies ist in China bereits Realität.
Borchardt schließt daraus: „Algorithmen machen den Menschen weniger frei. Man kann es freundlich nudging oder weniger freundlich Manipulation nennen, wenn Algorithmen Bürger und Konsumenten zu bestimmten Entscheidungen drängen.“ (S. 70)

Ein wichtiges Anliegen ist der Autorin die Veränderung der zwischenmenschlichen Kommunikation durch den ständigen Gebrauch von Smartphones. Der Mensch 4.0 ist sozial vernetzt, von „vielen Freunden“ umgeben und dennoch beziehungsarm. Immer weniger Menschen seien heute noch in der Lage, Gespräche zu führen oder gar ihr Gegenüber adäquat wahrzunehmen. Achtsamkeit, das moderne Wort für Empathie sei heute gefragter denn je. Auch im anonymen Raum der online-Kommunikation muss es respektvoll und anständig zugehen, bedarf es verbindlicher Umgangsformen.
Ein weiteres „Sorgenkind“ neben dem Menschen ist die Demokratie. Mit ihren oft mühseligen und langsamen Entscheidungsprozessen (Verwaltungsakten, Gesetzsgebungsverfahren) passt sie nicht zum schnelllebigen Internet. Doch wird die bürgerliche Freiheit nur mit „starken Institutionen“ bestehen können, so Borchardt. Sie verweist auf den Karl-Preis-Träger von 2017, Timothy Garton Ash und das von ihm initiierte Projekt „Free-speechdebate“, wo Wissenschaftler aus aller Welt Beiträge zu den Prinzipien zusammentragen, die man in der digitalen Welt beachten sollte. (S. 176)

In ihrem philosophischen Epilog (S. 220 ff) stellt Borchardt noch einmal die Kernpunkte ihrer Analyse zusammen: eine Demokratie ohne Freiheit kann nicht funktionieren, sie mutiert zur Anarchie oder Dikatur. Die Freiheit der einzelnen endet dort, wo die der anderen beginnt. Nur ist heute überhaupt nicht mehr klar, wo die Grenzen von Freiheit und Unfreiheit in der digitalen Welt liegen. Deshalb gäbe es Grundrechte wie Privat- und Intimsphäre. Doch auch diese dürften bald im Zuge der bereitwillig zugestimmten permanenten Überwachung von Körperfunktionen und Aufenthaltsorten wegdiffundieren. So wird der Mensch 4.0 immer mehr zum Datenproduzenten. Aber auch dieser Mensch – wie alle Generationen vor ihm – sucht im Grunde nur eines: ein erfülltes und sinnvolles Leben. So ähneln die Empfehlungen, die Borchert dem Leser mit auf dem Weg gibt, sehr denen christlicher Wertvorstellungen. Auch wenn sie dazu nur zwischen den Zeilen Stellung bezieht.

Ein geistreiches und lohnenswertes Buch, das einen wichtigen Beitrag zur Neuorientierung in unserer digitalen Um-Welt leistet.

Leseprobe

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Testament eines heiligen Lebens

Ihre Liebe galt den kleinen Dingen. Und vor Gott wollte sie nie mehr als ein kleines Kind sein. Die „kleine Thérèse“, wie die hl. Therese Martin im Volksmund genannt wird, wurde 1997 zur Kirchenlehrerin erhoben. Mit 15 trat sie in den Karmel von Lisieux ein, wo auch drei ihrer leiblichen Schwestern lebten. Mit 24, Anfang des Jahres 1897, wird sie schwerkrank und hat bis zu ihrem Tod am 30. September einen langen Leidensweg zu gehen.

Die Letzten Gespräche sind Tagebuchaufzeichnungen ihrer Mitschwestern, vor allem ihrer älteren Schwester Mutter Agnes. Diese als geistliches Testament zu verstehenden Worte der Heiligen Thérèse wurden schon früh von ihrer einstigen Oberin herausgegeben, jedoch nicht vollständig. Die hier vorliegende Ausgabe enthält sämtliche Aufzeichnugen von Mutter Agnes und ihren Schwestern.
Man sagt zuweilen, jeder stirbt wie er gelebt hat. Im Fall der Heiligen Thérèse kann man nur sagen, sie ist heiligmäßig durch ihre letzte oft qualvolle Krankheit gegangen und so auch gestorben. Ihre letzten Worte zeugen von einer glühenden Liebe zu Christus, dessen Kreuzweg sie auf ihre Weise nachvollzogen hat. Ganz ergeben in den göttlichen Willen hat sie ihren baldigen Tod angenommen: „Mir bleibt nichts in den Händen. Alles, was ich haben, alles, was ich verdiene, ist für die Kirche und die Seelen. Und würde ich auch achzig Jahre alt werden, immer würde ich gleich arm bleiben.“ (S. 92)

Hier eine weitere Rezension des Buches von Martin Bürger: pdf downloaden

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