Dem Untergang geweiht…

ist das osmanische Reich am Ende des ersten Weltkrieges. In Istanbul tummeln sich die Siegermächte und ringen um eine staatliche Neuordnung am Bosporus. Leyla lebt als Diplomantenfrau mit ihren beiden Kindern innerhalb der osmanischen Oberschicht. Gemeinsam mit ihrem Bruder engagiert sich die hochgebildete Frau in der Widerstandsbewegung und ist journalistisch aktiv.
Doch als die französischen Besatzer sich ihres Hauses bemächtigen, gerät das geordnete Leben im Harem Selims aus den Fugen. Sie lernt einen deutschen Archäologen und Revolutionär kennen, den sie nach einer Schussverletzung heimlich gesund pflegt…

Der Roman orientiert sich an historischen Fakten und gibt einen tiefen Einblick in die gesellschaftlichen Umwälzungen von der traditionsbestimmten osmanischen Gesellschaft hin zu einer vor allem den Frauen ihre Freiheitsrechte gewährenden Ordnung. Révay besitzt die große Gabe, die einzelnen Hauptpersonen quasi von innen her zu charakterisieren und die Ereignisse stets von mehreren Perspektiven aus zu schildern. Der psychologische Tiefgang und die großen Ideale faszinieren und gestalten die Lektüre des Romans sehr kurzweilig.

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